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Cause and Effect

Abraham Burton, Eric McPherson-Quartet

Enja/Edel Contraire ENJ-9377-2
(60 Min., 7/1998) 1 CD

Als große Altsaxofon-Entdeckung der neunziger Jahre feierten wir den vor Energie berstenden Abraham Burton. Sein Sound war für einen Altisten ungewöhnlich kraftvoll und tenoristisch. Danach befragt, erklärte er mir: "Ich wollte ursprünglich Tenor spielen. Aber ich kannte den Namen nicht. Ich dachte, das Alt wäre ein Tenor." Nicht zuletzt, um nicht ständig mit seinem Mentor Jackie McLean verglichen zu werden, ist Burton nun auf das Tenorsaxofon umgestiegen. Leider, möchte man einfügen - denn an ausgezeichneten Tenoristen herrscht im Jazz kaum Mangel, eher an Altisten seines Niveaus -, wäre Burton nicht ein so kreativer Tenorist, dessen intensives, ehrliches Spiel eigenständig an Coltranes Ekstasen der sechziger Jahre anknüpft.
Mit dem hörenswerten Drummer Eric McPherson, an dessen Seite Burton in jahrelanger gegenseitiger Beeinflussung seinen Stil entwickelt hat, verbindet ihn traumwandlerisches Verständnis. James Hurt (p) und Yosuke Inoue (b) sind die vorzüglichen Neuzugänge des Quartetts.

Marcus A. Woelfle, 16.03.2000



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