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Franz Schubert

Streichquartette Nr. 1, 4 und 8

Kodály Quartet

Naxos 8.555921
(65 Min., 12/2000) 1 CD

Das Kodály Quartet aus Budapest ist seit über zehn Jahren bei Naxos unter Vertrag und hat bei seinen Aufnahmen der Streichquartette Joseph Haydns einige Referenzeinspielungen vorgelegt. Hier präsentieren sie drei Schubert-Quartette aus den Jahren 1810-1813, Werke, die selten in Konzertsälen gewürdigt werden. Die ersten beiden entstanden zu Schuberts Schulzeit um 1810 und 1813, das Quartett Nr. 8 entstand um 1814, als er seine Ausbildung zum Grundschullehrer abgeschlossen hatte. Obwohl hier Schuberts persönlicher Stil bereits stärker hervortritt - besonders der klangschöne zweite Satz enthält viel Eigenes - wurde es von der Nachwelt geringschätzig als "Jugendquartett" abgetan.
Mit Verve und Emphase helfen die Musiker den etwas linkisch geratenen Quartetten eins und vier auf die Sprünge. Technisch und interpretatorisch gefordert sind die Musiker dann beim achten Quartett. Ihre Vorliebe für kräftige tänzerische Gesten und dramatische Zuspitzungen kann sich hier ausleben; manche Passage aus dem Presto-Finale aber scheint mir allzusehr gegen den Strich gebürstet. Eigenwillig sind die Musiker des Kodály Quartet und deshalb auch nicht langweilig.

Teresa Pieschacón Raphael, 26.09.2003



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