Responsive image
Gioachino Rossini, Wolfgang Amadeus Mozart, Giuseppe Verdi, Georges Bizet u.a.

Largo al factotum - Famous Bariton Arias

Roberto Servile, Alan Titus, Bo Skovhus u.a., div. Orchester und Dirigenten

Naxos 8.555796
(69 Min., 1990 - 2001) 1 CD

Naxos mobilisiert seine Baritone: Unterhaltsames und Spektakuläres aus diversen Opernaufnahmen wurde ausgekoppelt und zu einer Anthologie bekannter Bariton-Arien der Klassik und Romantik zusammengestellt. Anders als bei vielen CDs dieser Art, wird der Hörer allerdings mit den Hits nicht allein gelassen, ohne zu wissen, welche Funktion sie im Rahmen der jeweiligen Opern haben: Nicht nur die Texte mit - leider nur englischer - Übersetzung sind im Beiheft abgedruckt, sondern auch ein einführender Artikel, der den Handlungszusammenhang kurz erschließt und auch einige Eckdaten zu den Opern mitliefert.
Selbstverständlich kann Naxos nicht eine Gala der berühmtesten Baritone der Welt veranstalten, wenn auch mit Bo Skovhus - er ist mit zwei Arien des Don Giovanni vertreten - zumindest einer der Spitzenstars in Erscheinung tritt. Darüber hinaus lohnt es sich aber, auch den weniger großen Namen Gehör zu schenken: Eduard Tumagian etwa, der u. a. die verzweifelte Rigoletto-Arie "Cortigiani, vil razza dannata" beiträgt, ist auf Grund seiner Ausdrucksstärke und stimmlichen Potenz ein ebenso hörenswerter Sänger wie Igor Morozov, der mit seinem kernigen, wohlklingenden Material dem Intriganten Jago (Verdi, “Otello”) ansehnliche Gestalt verleiht. Daneben gibt es, das sei nicht verschwiegen, selbstverständlich auch schwächere Leistungen. Die eine oder andere hier repräsentierte Gesamtaufnahme aus dem Naxos-Programm - ihre Bestellnummern sind im Beiheft aufgeführt - könnte jedoch auf diesem Wege das Interesse der Käufer wecken.

Michael Wersin, 22.01.2003



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Werk und Biografie: Immer wieder führt dieses Spannungsfeld zu Einsichten in Komponistenleben, die Rätsel aufgeben oder einen zumindest staunen machen. Nikolai Mjaskowski zum Beispiel kam aus einer russischen Offiziersfamilie, ging auf die Kadettenschule, später auf die Petersburger Akademie für militärisches Ingenieurwesen und wurde anschließend, wie sein Vater, Offizier. Daneben aber komponierte er, und dieses Oeuvre hat mit Drill und militärischer Strenge so gar nichts zu tun. […] mehr »


Top