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Antonín Dvořák

Klaviertrios op. 21 u. 26

Florestan Trio

Hyperion/Codaex CDA 67572
(67 Min., 5/2007) 1 CD

Für die Kammermusik Antonín Dvořáks hegt das Florestan Trio offenbar eine besondere Vorliebe: Die Einspielung der beiden frühen Klaviertrios op. 21 und 26 ist bereits die fünfte Dvořák-CD des englischen Ensembles. Und tatsächlich treffen sie den typischen, zwischen schönheitstrunkener Melancholie und musikantischem Überschwang pendelnden, typischen Dvořákton ohne Schwierigkeiten: Der schlanke, graziöse Geigenton von Andrew Marwood sorgt in den Scherzi für einen Schuss Caféhaussüße, ohne jemals aufdringlich zu werden, der Cellist Richard Lester mischt diskret die herberen Töne des Seelenschmerzes bei. Die Tempi sind eher flott gewählt, um den formal noch etwas ausladenden Stücken den Zusammenhalt zu sichern, und mit der Elegie des Dvořák-Schwiegersohns Josef Suk bietet die CD als Quasi-Zugabe auch noch ein stimmungsvolles Intermezzo. Schade nur, dass die Pianistin Susan Tomes nicht ganz auf der Höhe ihrer beiden Partner ist: Statt den Klavierpart als Schrittmacher der hochromantischen Stücke zu begreifen und kernige rhythmische Impulse zu geben, begleitet sie lediglich mit etwas grauem, neutralem Ton. Um den tragisch-traurigen Ton zu hören, den das Klavier im Trio op. 21 zu Beginn des Adagio molto e mesto anschlägt, muss man zu der vor Kurzem erschienenen Einspielung des Devich Trios greifen – oder gleich zu den historischen Referenzaufnahmen des Suk-Trios.

Jörg Königsdorf, 06.06.2008



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