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History of the Organ - Vol. 2: From Sweelinck To Bach

Gustav Leonhardt, Bernard Foccroulle, Hans Heintze

Arthaus Musik/Naxos 102113
(55 Min., 1997) 1 DVD

Nach der Zeitreise zurück in die frühen Orgelzentren Italien, Spanien und Frankreich widmet sich der zweite Teil der mehrteiligen Reihe "History of the Organ" dem Goldenen Zeitalter des Orgelspiels in Nordeuropa. Und wie schon beim Eröffnungskapitel der 1997 für das französische Fernsehen entstandenen Serie hat Regisseur Nat Lilenstein erneut historische Plätze und Orgeln aufgesucht. In Amsterdam, wo heute immer noch mechanische Straßenorgeln das Stadtbild bestimmen, macht man sich auch dank der von Gustav Leonhardt gespielten Klangbeispiele auf die audiovisuelle Spurenlese in der Oude Kerk. Wo vom 16. zum 17. Jahrhundert der Niederländer Jan Pieterszoon Sweelinck fast 50 Jahre wirkte und dabei weniger die Improvisations- als vielmehr die Kompositionskunst befruchtete.
In Norddeutschland stehen sodann die Orgeln des Barockbaumeisters Schnitger im Mittelpunkt. Und sie waren es, die mit ihrer hellen Mixtur und dem vollklingenden Korpus erst das Werk Dietrich Buxtehudes und schließlich das von Johann Sebastian Bach beeinflussten. Wenngleich die Organisten Bernard Foccroulle und Hans Heintze mit Toccaten und Choralvorspielen die Klangraumrevolutionen exemplarisch einfangen, so ist gerade diese Folge mehr auf die nüchterne Wissensvermittlung ausgerichtet. Immerhin ist der Gewinn da besonders groß, wo Bernard Foccroulle in einem kleinen Exkurs das Wesen der Orgel mit all ihren Pfeifen, Registern und Pedalen minutiös erläutert.

Guido Fischer, 08.01.2009



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