Responsive image
Georg Friedrich Händel

Il Parnasso in Festa

Carolyn Sampson, Diana Moore, Peter Harvey, The King’s Consort, Matthew Halls

Hyperion/Codaex CDA67701/02
(131 Min., 2 u. 3/2008) 2 CDs

Der Chefdirigentenwechsel bei The King’s Consort hat der Qualität des Ensembles offenbar nicht geschadet: Auch unter Matthew Halls begeistert die Gruppe durch klangliche Opulenz, hohe Plastizität der Farbenpalette, Homogenität sowie spieltechnische Brillanz und Perfektion. Zusammen mit einer Reihe der derzeit besten englischen Gesangssolisten – allen voran Carolyn Sampson und Peter Harvey – konnte somit kaum etwas anderes als ein hervorragendes Aufnahmeergebnis am Ende der Beschäftigung mit der selten zu hörenden Händelserenata "Il Parnasso in Festa" (komponiert bzw. aus älterem Material parodiert 1734 anlässlich der Trauung von Prinzessin Anne) stehen. Und genauso ist es: Die hohe Kompetenz der Musiker reicht sich auf glückliche Weise die Hand mit der edlen Festlichkeit von Händels Musik.
Begeisternd, diese musikalische Eloquenz – faszinierend, dieser Ideenreichtum! Wenn der samtweich timbrierte, aber doch kraftvoll agierende Peter Harvey (Mars) sein "Del nume Lieo" anstimmt, wenn Carolyn Sampson (Clio) in "Quanto breve è il godimento" schmachtend über die Flüchtigkeit aller Freuden klagt, dann hat das Händeljahr musikalisch schon begonnen; einmal mehr erweisen sich die Engländer als erstklassige Interpreten ihres sächsischen Wahlmitbürgers.

Michael Wersin, 13.02.2009



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Werk und Biografie: Immer wieder führt dieses Spannungsfeld zu Einsichten in Komponistenleben, die Rätsel aufgeben oder einen zumindest staunen machen. Nikolai Mjaskowski zum Beispiel kam aus einer russischen Offiziersfamilie, ging auf die Kadettenschule, später auf die Petersburger Akademie für militärisches Ingenieurwesen und wurde anschließend, wie sein Vater, Offizier. Daneben aber komponierte er, und dieses Oeuvre hat mit Drill und militärischer Strenge so gar nichts zu tun. […] mehr »


Top