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The Mosaic Project

Terri Lyne Carrington

Concord/inakustik 08433016
(71 Min.)

Das gleichberechtigte Nebeneinander von Männern und Frauen in Führungspositionen: Was in vielen Vorstandsetagen noch ein frommer Wunsch ist, scheint im Jazz bereits eine gewisse Selbstverständlichkeit zu sein. Das ist eine der vielen positiven Erkenntnisse, die Terri Lyne Carringtons „Mosaic Project“ mit sich bringt.
Und das, obwohl hier von Gleichberechtigung natürlich überhaupt nicht die Rede sein kann. Weil: Kein einziger Mann ist auf dem Album der Schlagzeugerin zu hören. Dennoch handelt es sich bei dem Gipfeltreffen einiger der besten Sängerinnen und Instrumentalistinnen aus dem Jazz- und Soul-Bereich keineswegs um ein trotziges feministisches Manifest. Wozu auch?
Wie der CD-Titel suggeriert und die Auftaktnummer „Transformation“ deutlich macht, geht es hier um ein Lob der Vielfalt ‒ und um einen in den Idiomen des Hardbop, Jazzrock und HipHop wunderbar lässig vorgetragenen Angriff gegen Vorurteile jeglicher Art. Und es nötigt Respekt ab, wie es Carrington gelingt, allen ihren prominenten Mitstreiterinnen – darunter die Gesangsstars Cassandra Wilson, Dee Dee Bridgewater, Dianne Reeves, Gretchen Parlato, die famose Trompeterin Ingrid Jensen, Pianistin Geri Allen oder Bassistin Esperanza Spalding ‒ das jeweils perfekte stilistische Umfeld zu liefern.
„The Mosaic Project“ erweist sich als die perfekte Antwort auf so altväterliche Schulterklopfplatten wie Charlie Hadens „Sophisticated Ladies“ – Jazz kennt und braucht einfach keine (Geschlechter-)Grenzen.

Josef Engels, 08.10.2011



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