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Johann Sebastian Bach

Concerts avec plusieurs instruments ‒ VI

Café Zimmermann

alpha/Note 1 ALP181
(59 Min., 2/2004, 3 & 5/2010)

Dass ein permanentes, möglichst losgelöstes Fließen einerseits und das präzise „im Gleis bleiben“ in einem perfekt gehaltenen, markanten Rhythmus andererseits sich nicht ausschließen müssen, beweisen die Musiker von „Café Zimmermann“ nun zum sechsten Mal: Die vierte der Orchestersuiten, das erste „Brandenburgische“, das Cembalokonzert BWV 1055 und das Konzert für vier Cembali BWV 1065 gelingen dem Ensemble auf gewohnt hohem Niveau. Es begeistern u.a. ein sahniger Oboen-Sound, eine Basso-Continuo-Ebene mit an die Jazzmusik erinnernder Rhythmusgruppenqualität und leuchtend klare, durch leidenschaftliche Intensität lebendige Streicherklänge. Céline Frisch als erste der vier Cembalo-Solokräfte besticht durch ein Höchstmaß an Genauigkeit und Tiefenschärfe – spieltechnische Sauberkeit par excellence. Und dennoch: Die Frage, ob die Musik von Bach denn wirklich so (so sportlich, so schick, so cool, so nonchalant) ist, stellt sich auch bei dieser Folge wieder nach etlichen Minuten recht glücklichen Hörens. Wir können sie immer noch nicht beantworten und werden es wohl auch in Zukunft nicht können. Daher freuen wir uns fürs Erste weiterhin über „Café Zimmermann“.

Michael Wersin, 28.01.2012



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