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Johann Sebastian Bach

Weltliche Kantaten Teil II: BWV 208/134a

Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki

Bis/Klassik Center BISSACD-1971
(74 Min., 7/2011) SACD

Im Rahmen seiner Bachkantaten-Gesamteinspielung, Abteilung „Weltliche Kantaten“, Teil II, präsentiert Masaaki Suzuki die insgesamt sehr gelungenen Aufnahmen zweier wundervoller Kantaten: BWV 208, die sogenannte „Jagdkantate“, gehört zu den bekanntesten Werken ihrer Gattung; Suzuki stellt ihr sinnvollerweise den ersten Satz des 1. Brandenburgischen Konzerts voran, der womöglich das Werk als Sinfonia einleitete; es gibt sogar berechtigte Gründe, anzunehmen, dass alle drei Sätze dieses Konzerts mit der „Jagdkantate“ verknüpft sind.
Für diesen Instrumentalsatz ist gleich einer der wenigen Kritikpunkte an dieser Einspielung zu benennen: Die beiden Hörner, hier von durchaus renommierten Kräften geblasen, haben wir dennoch in anderen historisierenden Aufnahmen schon deutlich sauberer gehört. Glanzvoll hingegen präsentiert sich Suzukis Vokalsolistenbesetzung in diesem Stück – vor allem die Sopranistinnen: Die Belgierin Sophie Junker und die Engländerin Joanne Lunn liefern mit biegsamen, perfekt funktionierenden jugendlichen Stimmen pures Gold. Der Bassist Roderick Williams hat trotz sehr guter Anlagen ein wenig Mühe, sich vor dem Hintergrund des zauberhaften Oboenterzetts in seiner Arie „Ein Fürst ist seines Landes Pan!“ optimal zu profilieren: Vielleicht ist er einfach ein wenig zu zurückhaltend in gestalterischer Hinsicht.
In BWV 134a „Die Zeit, die Tag und Jahre macht“ duettieren der bewährte Suzuki-Tenor Makoto Sakurada und der im Bach-Geschäft noch relativ neue Altist Damien Guillon aufs Vorzüglichste miteinander. Sie werden unterstützt von einer Instrumentalbesetzung, die (wie fast immer bei Suzuki) allererste Sahne ist.

Michael Wersin, 01.09.2012



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