Responsive image

Long Way

Albare iTD

Enja/Soulfood ENJ9582
(57 Min., 1/2012)

Albert Dadon alias Albare ist zweifellos eine der schillerndsten Figuren der australischen Jazzszene. Der in Marokko geborene, in Israel und Frankreich aufgewachsene Gitarrist konnte sich auf dem Fünften Kontinent schon als Acid-Jazz-Pionier, Leiter des Melbourner Jazzfestivals und erfolgreicher Unternehmer im Immobilienbereich einen Namen machen.
Es sind Erfahrungen, die man der Einspielung „Long Way“ anhört – Albares exzellente internationale Vernetzung paart sich da mit einem gesunden Sinn fürs Geschäftliche und das Gefällige. Improvisations-Schwergewichte wie Metheny-Drummer Antonio Sanchez, Branford-Marsalis-Lehrer George Garzone und Esperanza-Spalding-Pianist Leo Genovese konnte der Gitarrist für seine Aufnahme gewinnen.
Mehr noch als diese drücken aber der in Deutschland geborene Mundharmonikaspieler Hendrik Meurkens und der aus Zypern stammende E-Bassist und als Co-Komponist bei allen Stücken fungierende Evripidis Evripedou der Einspielung ihren Stempel auf.
Die von der Mundharmonika gedoppelten Themen erhalten eine gewisse klangliche Originalität, mit der sie sich von den hörbaren Vorbildern Lee Ritenour, George Benson oder Earl Klugh abzusetzen vermögen. Und Evripedous variable Bassbegleitungen sorgen dafür, dass sich die Gaststars und der solide agierende Albare herausgefordert fühlen, mehr als die gängige Smooth-Fusion-Kost abzuliefern.

Josef Engels, 01.09.2012



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Ein Testament mit Langzeitwirkung: Berühmt geworden ist er, der nie abgesandte Brief von Ludwig van Beethoven an seine beiden Brüder, unter dem Namen "Heiligenstädter Testament". Der 32-jährige rechtfertigte sich darin, nicht "Feindseelig störisch oder Misanthropisch" zu sein - die Verzweiflung um seine fortschreitende Taubheit und die akustische Isolierung ließen ihn so erscheinen. Herangezogen wurde das erschütternde Selbstzeugnis gerne, wenn es um die Deutung der 5. Sinfonie ging. […] mehr »


Top