Rezensionen der Woche

11. — 17.August 2012

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Klassik

Claude Debussy

Le compositeur et ses interprètes

Irène Joachim, Charles Panzera, Mary Garden, Ninon Vallin, Arthur Rubinstein, Sergei Rachmaninow, Marcelle Meyer, Arturo Toscanini, Roger Désormière, Pierre Monteux, Pierre Coppola u.a.

Aeon/Note 1 AECD 1215
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Diverse

Jeanne D´Arc ‒ Batailles & Prisons

Montserrat Figueras, Kai Wessel, Louise Moaty u.a., Jordi Savall, Hespèrion XXI, La Capella Reial de Catalunya

Alia Vox/harmonia mundi AVSA 9891
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Emmanuel Chabrier

Das gesamte Klavierwerk

Alexandre Tharaud

Arion/Note 1 ARN368722
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Ludwig van Beethoven, Sergei Rachmaninow, Frédéric Chopin, Franz Liszt, Alexander Skrjabin

Live At The Royal Albert Hall

Valentina Lisitsa

Decca/Universal 478 4572
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Jazz

Cassandra Wilson

Another Country

Membran/Sony 88515 033573
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Jon Balke

Magnetic Works 1993-2001

ECM/Universal 277 5156
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CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der
RONDO-Redaktion

Wenn eines der Wesensmerkmale der Wiener Klassik darin liegt - wie Ludwig Finscher einmal scharfsinnig bemerkte - dass hier bedeutende Komponisten in einen anspornenden Dialog miteinander gekommen sind, dann kann man Mozarts "Haydn-Quartette" als die Visitenkarte dieser Epoche bezeichnen. Gab der Salzburger doch im Vorwort zu, sie seien die Frucht einer "langen und mühevollen Arbeit". Zu der zwang ihn der Respekt vor Haydns Quartetten op. 33, doch mühevoll klingt in diesen ausgewogenen Werken gar nichts, die sogar die gelehrte Fugensatzart so selbstverständlich einflechten wie das vielstimmige Zwitschern der Wiener Spatzen ins Frühlingsblau. Haydn zollte wiederum Mozarts Quartetten seine Hochachtung, als er zu dessen Vater nach einer Aufführung anerkennend bemerkte, sein Sohn sei der größte, ihm bekannte Komponist. Das Cuarteto Casals hat sich drei Quartetten dieser Sammlung (KV 387, KV 428, KV 465) angenommen und - wieder einmal - eine mustergültige Einspielung gelandet: Warm und berührend im Klang, ist der Quartettsatz unter ihren Händen plastisch gestaltet bis in die Nebenstimmen hinein. Die Musiker führen den Hörer begeistert durch die Details und Schönheiten der Musik, ohne sie dabei effekthascherisch zum Vehikel einer aufgepfropften Neudeutung zu degradieren. Und die schönste Nachricht: Während die CD mit 88 Minuten randvoll gepackt ist, können Hörer der Streaming-Version im Genuss voll wiederholter Sätze ganze 8 Minuten länger schwelgen.