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ASV

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A

Dario Castello, Giovanni Battista Fontana, Girolamo Frescobaldi, Claudio Monteverdi, Lauro Rossi, Giovanni Maria Trabaci, Francesco Turini

Anno 1630 (Sonaten, Toccaten, Motetten u.a.)

Enrico Onofri, Lorenzo Ghielmi, Margret Köll

Winter & Winter/edel 910 091-2
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S

Giovanni Battista Fontana

Sonate a violino ed altri strumenti

Stradivaria, Daniel Cuiller

Mirare/harmonia mundi MIR 214
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Dario Castello, Giovanni Battista Fontana

Sonate concertate in stil moderno

John Holloway, Jane Gower, Lars Ulrik Mortensen

ECM/Universal 476 4641
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V

Giovanni Battista Buonamente, Giovanni Battista Fontana

Venetian Art 1600

William Dongois, Le Concert Brisé

Accent/Note 1 ACC 24253
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CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der
RONDO-Redaktion

Eine soziale Einrichtung als Motor der Musikgeschichte: Antonio Vivaldi blieb dem Ospedale della Pietà in Venedig, einem Waisenhaus für höhere Töchter, bis auf wenige Reisejahre fast lebenslang als Lehrer verbunden. Er profitierte nicht nur vom rein weiblich besetzten Spitzenorchester, das stets züchtig hinter einem Gitter musizierte - was die Fantasie der zuhauf anreisenden Kulturtouristen eher erhitzte als kühlte. Das enorme Spektrum an Instrumentalfarben und die Kompetenz der für ihren Unterricht angestellten Musiker wirkte sich befruchtend auf seine Kompositionen aus. Das Studium der Oboe war an der Pietà ab 1707 hauptamtlich besetzt, und wahrscheinlich schneiderte Vivaldi einige Oboenkonzerte einer Schülerin auf's Doppelrohrblatt, die als "Pellegrina" bis zu ihrem Tod mit 77 Jahren in den Unterlagen geführt wird. Eines seiner Konzerte für Fagott gefiel dem Roten Priester offenbar so gut, dass er es (heute unter der Ryom-Verzeichnisnummer RV450) dem Oboenklang und -spielweise anverwandelte, um dann denselben Ohrwurm nochmal 1735 einer Arie seiner Oper "Griselda" zu unterlegen, so dass sich die Melodie wie musikalische DNA gleich durch mehrere seiner Schöpfungen zieht. Xenia Löffler, Oboistin der Akademie für Alte Musik Berlin, hat mit ihren Kollegen ein Album eingespielt, dass der Blütezeit ihres Instrumentes in der Serenissima des 18. Jahrhunderts nachspürt, in Werken Vivaldis, Marcellos, Portas, ergänzt um eine Neuschöpfung in barockem Geiste von Uri Rom. Und man muss ihr recht geben - so spielerisch virtuos und zugleich seelenvoll wie in den Palazzi am Canale Grande klingt die Oboe in den Konzerten der folgenden Jahrhunderte so schnell nicht wieder.