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Fanny Hensel-Mendelssohn, Marianna Martines, Elfrida Andrée, Johanna Senfter, Ersébet Szönyi, Germaine Tailleferre, Jeanne Demessieux

Orgelwerke

Aya Yoshida

Prezioso CD 800.047
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CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der
RONDO-Redaktion

Von wegen "aus einem Guß": Ganze acht Jahre nahm die Komposition der sechs Concerti grossi in Anspruch, die Johann Sebastian Bach dann 1721 zusammenfasste und veröffentlichte. Besser bekannt sind sie heute als "Brandenburgische Konzerte", was dem Widmungsträger geschuldet ist, einem Großonkel Friedrichs des Großen. Faszinierend ist die Fülle der Instrumentenkombinationen, und Stile die Bach in seinen sechs Werken auslotet. Das ganze Panorama höfischen Musizierens, wie der junge Komponist zur Entstehungszeit der Werke in Köthen kennenlernte, zieht am Hörer vorbei. So eröffnen breitbeinige Hörnerquinten die Sammlung mit fürstlichem Jagdrausch. Delikat präsentieren sich die Klangmischung von Trompete, Violine, Blockflöte und Oboe im zweiten Konzert, aber auch die fröhlich sprudelnden Läufe von Violine und zwei Flöten im vierten Konzert. Das fünfte entpuppt sich mit dem Hervortreten des Tasteninstruments als Vorläufer eines Cembalokonzerts, während die Konzerte 3 und 6 den Streicherklang entfalten. Concerto Köln hat für seine Neueinspielung den Notentext noch einmal neu befragt und Augenmerk auf die Continuozusammensetzung, die Stimmtonhöhe und das Instrumentarium gelegt. So ließ das Ensemble bei einem Schweizer Flötenbauer für das vierte Konzert extra zwei der verlorenen, von Bach geforderten "Flauti d'Echo" anfertigen - nach alten Stichen. Diese Echoflöten sind genauer gesagt zwei Blockflöten in einem Holzblock, eine wie gehabt, eine von gedämpftem Klang, für den richtigen Echoeffekt. Nun lässt sich also erstmals dieser räumliche Klangtrick genießen, den Bach - vielleicht - mit diesen Flöten im Sinn gehabt haben könnte.