Jazz Meilensteine

Spiritual Unity

Albert Ayler
ESP/Calibre/BEV Musik
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Jazz Me Blues

Bix Beiderbecke
Dreyfus Jazz Reference/Edel Contraire
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1937/1939

Bunny Berigan
Jazz Archives (EPM Musique) ZET 762
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Complete Studio Recordings

Clifford Brown, Max Roach
in-akustik
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Dave Brubeck

Time Out

Dave Brubeck-Quartet
Columbia Legacy/Sony
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The Complete 1948 - 1961

Betty Carter
Le Chant Du Monde/harmonia mundi LDX 2742186
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Ellington At Newport

Duke Ellington
Columbia Legacy/Sony
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Subconscious Lee

Lee Konitz
Prestige
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Tijuana Moods

Charles Mingus
RCA Victor/BMG
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The Incredible Jazz Guitar Of ...

Wes Montgomery
Riverside/ZYX OJCCD-036-2
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The Original Gerry Mulligan Tentet and Quartett

Gerry Mulligan
GNP/ZYX GNPD 56
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At The Village Vanguard

Gerry Mulligan, The Concert Jazz Band
Poll Winners Records PWR 27292
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Birds Of Fire

Mahavishnu Orchestra
Columbia Legacy/Sony
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Complete Savoy Masters

Charlie Parker
Savoy/Fenn DR 11140
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Night Train

Oscar Peterson
Verve/Universal 521 440-2
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Jewells

Boyd Raeburn
Savoy SV-0273
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Mongo’s Greatest Hits

Mongo Santamaria
Fantasy
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Cecil Taylor

Unit Structures

Cecil Taylor
Blue Note/EMI CDP 7 84237 2
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Tristano

Lennie Tristano
Atlantic/Warner Jazz 7567-80804-2
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A Keyboard History

Mary Lou Williams
Poll Winners Records/harmonia mundi PWR 27277
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CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der
RONDO-Redaktion

Des Menschen Herz sehnt sich einfach nach melodramatischen Sujets: Was die Biografik im Jahrhundert nach Wolfgang Amadeus Mozarts Tod an süßlichen Anekdoten über seine angeblich so bitteren Wiener Jahre als verkanntes, verarmtes Genie gesponnen hat, klebt noch immer wie Zuckerwatte vor der Linse unvoreingenommener Werkbetrachtung. Der Musikforscher Christoph Wolff hat hingegen kürzlich in einem Buch untermauert, dass das Lebensgefühl des Salzburgers in der Hauptstadt wahrscheinlich viel aufstrebender war. "Vor den Pforten meines Glückes" wähnte sich Mozart, angekommen in Wien, angestellt am Kaiserhof, und - wie Wolff nachweist - bemüht, in seiner Musik einen imperialen Stil zu etablieren. Kompositorisch selbstbestimmt klingt auch die These, die Nikolaus Harnoncourt mit seinem Concentus Musicus nun vertritt: Die drei letzten, ohne Kompositionsauftrag in nur gut zwei Monaten hintereinander weg komponierten Sinfonien sind nicht etwa das Röcheln eines Genies, das mit sterbender Hand nach dem Himmel reicht, sondern ein ehrgeiziges Projekt - ein Instrumental-Oratorium. Die Motivbezüge und enge Verwandtschaft hat schon Peter Gülke nachgewiesen, nun erklärt Harnoncourt die drei Werke zu einer in sich geschlossenen, dreiteiligen Handlung für Musik, eine freimaurerisch inspirierte Initiation. Was konkret er selbst dem Werk an melodramatischen Sujets dabei ablauscht, will er aber nicht verraten, denn "die Musik Mozarts ist Sprache und spricht für sich."