Meine Platte

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in unserer Rubrik „Meine Platte“ haben Sie ab sofort wieder die Möglichkeit, Ihre Lieblingsaufnahmen vorzustellen. Egal ob Klassik oder Jazz, Schellack oder SACD, aktuelle Neuproduktionen oder vergessene Schätze aus dem Archiv: Es sind Ihnen keine Grenzen gesetzt. Einzig Ihre Meinung zählt. Sagen Sie uns und den RONDO-Lesern, warum gerade diese Aufnahme einen besonderen Platz in Ihrem Plattenschrank und in Ihrem Herzen einnimmt oder warum es unverzeihlich ist, dass unsere Autoren dieses Kleinod bislang übersehen konnten.

Unter den veröffentlichten Beiträgen verlosen wir einmal im Monat als Dankeschön eine CD/DVD aus dem aktuellen Katalog der großen Plattenlabels.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge.
Ihre RONDO-Redaktion

Hier geht’s zum Online-Formular

Klassik

Johannes Brahms

Die vier Sinfonien

WDR Sinfonie-Orchester, Semyon Bychkov
AVIE
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Johann Sebastian Bach

Matthäus-Passion

Karl Richter
Deutsche Grammophon
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Diverse

por amor al arte

Cantiana
www.cantiana.de
»

Archiv


Jazz

Jiří Stivín, Michal Pavlíček, Vojtěch Havel, Klaudius Kryšpín, Iva Bittová

Status Quo Vadis

Supraphon
»

Christophe-Marguet-Trio

Résistance Poétique

Label Bleu LBLC 6582 HM 83
»

Kip Hanrahan

Tenderness

American Clave/SMD AMCL 1016-2
»

Archiv

 

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CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der
RONDO-Redaktion

Ein Schuss setzt die Welt in Brand: Vor einhundert Jahren, am 28. Juli 1914, erklärte das Kaiserreich Österreich-Ungarn Serbien den Krieg - der Auftakt zur Mobilmachung in ganz Europa. Wie unwahrscheinlich ein Kriegsausbruch nach dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger eigentlich war, und wie viele persönliche Macht- und Fehlentscheidungen von höchster, aber auch ministerialer Ebene dazu nötig waren, hat gerade der Historiker Christopher Clark in seinem Buch neu aufgearbeitet. Von ganz anderer, nämlich musikalischer Seite nähert sich die Sopranistin Anna Prohaska dem Thema. Ihr neues Album reflektiert das Datum, das das "Jahrhundert der Kriege" einläutete, mit einem weit gesteckten Repertoire, das über Sarajevo und Verdun hinausweist. Von Soldatenliedern des Dreißigjährigen Krieges bis zu Propagandagesängen, vom "Trommellied" aus Beethovens "Egmont", über Schumanns "Grenadiere", bis hin zu Liedern von Liszt, Fauré, Mahler, Ives, Weil und Eisler reichen die Zeugnisse, die Prohaska an der Seite ihres Pianisten Eric Schneider dafür aufruft. Aus flackernder Begeisterung und auswegloser Verzweiflung entsteht hier das musikalische Porträt einer Ausnahmesituation - die bis heute alltäglich geblieben ist.