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Einiges an Glenn-Gould-Devotionalien konnte eine Mitarbeiterin der kanadischen Library and Archives unlängst aus dem Gebäude schmuggeln und zu harten Dollars machen. An den legendären, in einer sicheren Glasbox thronenden Klappstuhl des Kultpianisten kam sie jedoch nicht heran. Inzwischen gibt es dieses arg verschlissene Modell auch im Nachbau und ganz legal – dank des französischen Möbeldesigners René Bouchara und des italienischen Stuhlfabrikanten Cazarro. Gemeinsam hat man dieses tiefergelegte Holzgerippe anhand von Videoaufnahmen und Fotos originalgetreu rekonstruieren können, bei dem einem schon beim Hingucken der Allerwerteste weh tut. Dies nimmt der Gouldfan aber genauso gern in Kauf wie den Stückpreis von 990 Euro (www.glenngould-chair.com).

Guido Fischer, 13.09.2014, RONDO Ausgabe 1 / 2007



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