home

N° 1281
26.11. - 02.12.2022

nächste Aktualisierung
am 03.12.2022



Startseite · Künstler · Gefragt

Die 12 Cellisten

Engel, die Cello spielen

Sie rappten mit Sir Simon, sie boten großes Kino für die Ohren und machten Ausflüge nach Südamerika. Jetzt begeben sich die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker auf himmlische Abwege ...

Kein Geringerer als Herbert von Karajan zeigte sich einst als erster von dem Ensemble begeistert, das ihm da in den 70er Jahren vorgestellt wurde: Zwölf Cellisten der Berliner Philharmoniker hatten eine außergewöhnliche Streichergruppe gegründet – mit ganz typischem Klang und faszinierendem musikalischen Potential. Bald standen nicht nur Komponisten, sondern auch Arrangeure Schlange, um dieses Potential zu nutzen. Vieles tauchte bald in den Programmen und in der Diskografie der Gruppe auf: nicht nur Klassik, sondern auch Beatles, Filmmusik, Pop, Folk – die ganze Bandbreite der Musik eben. Seit einiger Zeit laden sich die Cellisten auch Gäste ein, so auch im Fall ihrer neuesten CD mit dem Titel „Angel Dances“ – ein Programm mit Musik von Bach bis Piazzolla. Dass Engel in himmlischen Chören singen, hat die Komponisten schon immer fasziniert. Die Musikgeschichte ist voll von Klangvisionen, die diesen Eindruck in musikalische Wirklichkeit verwandeln.
Die Idee, das Berliner Celloensemble auf die Spuren der geflügelten Himmelswesen zu schicken, ist neu – und überzeugend. Immerhin hat man den Klang des Cellos schon immer mit der menschlichen Stimme verglichen, und im „Chor“ umgibt die 12 Cellisten eine geradezu sakrale Aura. Und so „singen“ die zwölf Philharmoniker, zum Teil unterstützt von Jocelyn B. Smith, Mitgliedern des Berliner Rundfunkchores und dem Trompeter Markus Stockhausen den Choral „Jesus bleibet meine Freude“, Piazzollas „La muerte del ángel“ und „Milonga del ángel“, Verdis „Ave Maria“ und vieles mehr.

Neu erschienen:

Angel Dances

Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker u.a.

EMI

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Oliver Buslau, 03.01.2015, RONDO Ausgabe 3 / 2006



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Gefragt

Martin Fischer-Dieskau

Gleißender Politthriller

Den Dirigenten Antal Doráti kennt man, nicht den Komponisten. Das will Martin Fischer-Dieskau […]
zum Artikel

Gefragt

Jörg Widmann

Noble Geste

Gemeinsam mit András Schiff widmet sich der auch als Instrumentalist glänzende Komponist […]
zum Artikel


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Beim Namen Galilei denkt man sofort an den genialen Mathematiker und Astronomen Galileo Galilei, der mit seiner exakten Messmethodik die modernen Naturwissenschaften maßgeblich mitbegründete. Doch zur Familie Galilei gehörten auch zwei bedeutende Musiker: Galileos Bruder Michelangelo Galilei und der gemeinsame Vater Vincenzo Galilei. Beide waren hervorragende Lautenisten, Vincenzo setzte sich auch intensiv mit den physikalisch-akustischen Grundlagen der Musikproduktion auseinander und […] mehr


Abo

Top