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A Funny Thing: Sondheims »Die spinnen, die Römer«

Wien (A), Volksoper

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A Funny Thing: Wien Volksoper (Sondheim: »Die spinnen, die Römer«)

Ein ‚Römer-Musical’? Dank Pappmaschee-Arenen und Polyester-Togen gehört »A Funny Thing Happened On The Way To The Forum« zu den fürchterlichsten Film-Musicals aller Zeiten – trotz Buster Keaton in seiner letzten Rolle. Doch Stephen Sondheim komponierte sein Stück 1962 für die Bühne. Hier entfalten Wickelgamaschen, Tunika und Feldherrenmantel genau dieselbe Wirkung wie fette Männer im Rock. Lachhaft. »Die spinnen, die Römer« titelt die Volksoper Wien neu. Der Sklave Pseudolus will sich Freiheit erschleichen, indem er dem Sohn seines Herrn eine jungfräuliche Kurtisane zuführt. »A Funny Thing ...« war 1962 der erste Erfolg des heute 82-jährigen Sondheim (»Follies«, »Sweeney Todd«). Heutzutage sind die meisten Episoden von »Desperate Housewifes« an Sondheim- Songs angelehnt. In Wien ist die Inszenierung von Werner Sobotka Steilvorlage für den Hauptdarsteller (und Volksopern- Intendanten) Robert Meyer. Mit Knopfnase und Knautschstimme – zuweilen gecovert von der in Wien zum Star aufgestiegenen Sigrid Hauser. Volltreffer!

Robert Fraunholzer, RONDO Ausgabe 4 / 2012



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