home

N° 1260
02. - 08.07.2022

nächste Aktualisierung
am 09.07.2022



Startseite · Klartext · Pasticcio

(c) myscena.org

Pasticcio

Meldungen und Meinungen der Musikwelt

Schwarmfinanzierung II

Wie Klassik-Fans per Crowdfunding Gutes tun können, hat man gerade in Frankreich bewiesen. Dort nämlich, unweit von Paris, stand das Haus, in dem Georges Bizet seine „Carmen“ komponiert hatte, kurz vor dem Abverkauf und damit vor einer unsicheren Zukunft. Die Familie jenes Musikliebhabers, der das Anwesen 1982 erworben hatte, wollte es abstoßen. Was sofort den Bürgermeister von Bougival sowie den Verein „Freunde von Georges Bizet“ auf den Plan rief. Sie riefen zu Spenden auch im Internet auf und wurden von Opernstars wie Plácido Domingo unterstützt. Mit einer siebenstelligen Summe kann man jetzt schon mal das Haus ankaufen, um es bis 2022 in ein Europäisches Musikzentrum zu verwandeln, das den Namen „Espace Carmen“ tragen soll. Und was war die erste Reaktion von Teresa Berganza, ihres Zeichens Präsidentin des Vereins „Les Amis de Georges Bizet“? „Ich bin so glücklich, dass Bizets Haus gerettet werden konnte.“ Crowdfunding macht’s möglich.

Guido Fischer, RONDO Ausgabe 1 / 2018



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Testgelände

Ludwig XIV.

Le roi est mort – vive la musique!

Eine Ballettaufführung machte Ludwig XIV. zum Sonnenkönig. 300 Jahre nach seinem Tod ist nicht […]
zum Artikel

Hörtest

Schubert: „Winterreise“ D.911

Die „Winterreise“ weist gefühliger Romantik eiskalt die […]
zum Artikel


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Traditions-Linien: Mit seiner „Lachrimae“-Pavane habe John Dowland nicht nur ein exzellentes Musikstück für Laute komponiert, sondern einen sinnierenden, wehmütigen und nachhorchenden Ton angeschlagen, der für mehrere Jahrhunderte im Lautenrepertoire den Stil vorgegeben hat, ist sich der baskische Lautenist Enrique Solinís sicher. So nennt er sein neues Album „Ars Lachrimae“, hat aber nicht Dowland eingespielt, sondern den Blick auf seine Nachfolger gelegt. Zwei Suiten von Johann […] mehr


Abo

Top