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N° 1272
24. - 30.09.2022

nächste Aktualisierung
am 01.10.2022



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Wo kann man sich die Flötentöne beibringen lassen? (c) pixabay.com

Pasticcio

Musizieren fürs Leben

Die hiesige Musiklandschaft ist bekanntermaßen überreich mit Konzert- und Opernhäusern bestückt. Auch wer in der klassischen Festivalszene auf der Suche nach lauschigen Open-Air-Angeboten oder Neuer Musik ist, wird quer durch die Republik, von Usedom bis Donaueschingen fündig. Doch wie schaut das Angebot eigentlich für die Praktiker unter den Musikinteressierten aus, für die Amateur- und Profimusiker, Laienchöre und Musiklehrer, Tontechniker und Tonträgerhersteller? Wo und wie kann man sich etwa fort- und weiterbilden? Und gibt es überhaupt ausreichend Angebote? Wenn es nach dem Deutschen Musikinformationszentrum (MIZ) geht, findet jeder etwas in der bundesweit riesigen Kurspalette. Schließlich werden jährlich weit über 2.000 Kurse angeboten. Und wie breit das Spektrum ausfällt, kann man stichprobenartig allein an den Kursterminen ablesen, die etwa jetzt in der vorösterlichen Woche auch abseits der Musikmetropolen Berlin, München, Hamburg oder Köln stattfinden. In Bad Steben geht ein Meisterkurs für Kontrabass über die Bühne. In Alfter widmet sich eine Osterwerktstatt dem Thema „Musik und Spiritualität“. Und während in Erlangen wieder der größte Jazzkurs Deutschlands stattfindet (mit u.a. den Dozenten Rick Margitza und Tony Lakatos), kann man in Remscheid in dem Kurs „Choreografie adhoc No. 1!“ choreografische Formensprachen erforschen.
Eine beeindruckende Auswahl. Hinzu kommen übers ganze Jahr verteilt dann noch Chor- und Orchesterfreizeiten, Lehrgänge für Ensembleleiter, musikpädagogische Fortbildungen und Praxisworkshops im Kulturmanagement oder Stimmbildungsangebote für Seniorinnen. Und nicht zu vergessen all die Fachkongresse, Symposien und Tagungen. Wie es aber stets bei ähnlich vielfältig bestückten Sortimenten ist: das Angebot muss seine Kunden erst finden, und die benötigen so manche Orientierungshilfe. Hier kommt ein neues Informationsportal des MIZ ins Spiel, das am 12. April an den Start gehen wird (https://kurse.miz.org). So erleichtern die entsprechenden Recherchetools die Suche nach inhaltlich-systematischen wie geografischen und terminlichen Gesichtspunkten.
Getragen wird die vom MIZ erfasste Kursvielfalt von mehr als 300 Institutionen im öffentlichen und auch privaten Sektor. Und ein Großteil des Angebots basiert auf der flächendeckenden Arbeit der 23 Bundes- und Landesakademien, die seit jeher als Impulsgeber für Musik in Deutschland wirken. „Als Bildungsstätten stehen die Akademien in nahezu jedem Bundesland für musikalische Vielfalt im Fortbildungsbereich“, so Antje Valentin, Sprecherin des Verbands der Bundes- und Landesmusikakademien in Deutschland. „Die enge Verzahnung mit dem MIZ hebt dieses international einzigartige Fort- und Weiterbildungsangebot ab sofort auf eine neue Stufe digitaler Recherchemöglichkeit.“

Guido Fischer



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