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Zusammen mit Heinz Holliger und Jörg Widmann gehört der gebürtige Tiroler Thomas Larcher zur beneidenswerten Spezies der Doppelbegabungen. Als ausgebildeter Pianist hat Larcher mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Pierre Boulez und Franz Welser- Möst zusammengearbeitet. Zudem ist er einer der tonangebenden Komponisten der Neuen Musik, ausgebildet bei Isabel Mundry und eben Holliger. Von der Oper bis zu einem den Geist von John Cage befragenden Klavierkonzert, von der Kammermusik bis zu Lieder-Zyklen reicht Larchers breites Schaffen, über das er einmal sagte: „Ich möchte die Formen unserer musikalischen Vergangenheit im Kontext unserer heutigen musikalischen und menschlichen Erfahrungen erkunden.“ Dass ihm dies gelungen ist, spiegelt sich in vielen Preisen und Auszeichnungen wider, zu denen jetzt eine weitere hinzukommt: Am 10. Oktober wird ihm der mit 30.000 Euro dotierte Große Österreichische Staatspreis verliehen. Glückwunsch!

Guido Fischer, RONDO Ausgabe 4 / 2019



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