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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

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am 02.07.2022



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Paul Lovens @ Bernd Scholkemper

Pasticcio

Die Freiheit muss auch swingen

Im nächsten Jahr ist es hoffentlich soweit. Dann nämlich feiert eines der feinsten und zugleich unermüdlich querköpfigsten Altherren-Trios 50. Geburtstag. Gemeint ist das schon längst legendäre Alexander von Schlippenbach-Trio, das nicht nur über hochkomplexe Interaktionen Free-Jazz-Geschichte geschrieben hat. Der Namenspatron, der Berliner Pianist Schlippenbach, verstand mit dem englischen Saxofonisten Evan Parker sowie dem aus Aachen stammenden Schlagzeuger Paul Lovens immer auch das Modern Jazz-Erbe als Sprungbrett ins Hier und Jetzt. 50 Jahre sind natürlich eine lange Wegstrecke, die bei den Musikern so manche Spuren hinterlassen hat. Wie aktuell bei Paul Lovens, der gerade erst, am 6. Juni, seinen 70. Geburtstag gefeiert hat. So musste er in den letzten Monaten immer wieder krankheitsbedingt die anberaumten Trio-Gigs absagen und seinen alten Kumpel Paul Lytton an die Drums lassen.
Wo aber auch immer der Jazz-Schlagzeug-Autodidakt sich gerade auf dem Weg der Besserung befunden haben mag – die schönste Medizin dürfte für ihn die Nachricht gewesen sein, dass ihm in diesem Jahr der renommierte Albert-Mangelsdorff-Preis verliehen wird. „Paul Lovens ist der Prototyp eines Improvisationsmusikers mit Erfindergeist, der Genregrenzen neu definiert und gerade im Team zu Hochform aufläuft“, so die mit u.a. Ulrike Haage und Alexander von Schlippenbach hochkarätig besetzte Jury. Und weiter heißt es: „Sein Schlagzeugspiel ist einzigartig. Er ist sehr wohl kraftvoll und virtuos, doch verkörpert er zugleich eine immense Freiheit im Spiel, die auch auf der Wahl seiner Klangmaterialien beruht. Er ist außerdem ein Virtuose des Ensemblespiels. Er ergreift die Initiative, wenn die Band mal nachlässt, gibt neue Impulse, wenn es vorhersagbar wird. Paul Lovens greift gekonnt Ideen auf und entwickelt sie auf seinem originellen Schlagzeugset weiter.“
Seit seinem 14. Lebensjahr tut Lovens im Grunde nichts anderes. Wobei er nach den ersten Versuchen im Pop-Segment nicht nur schnell im Jazz Fuß fasste. Lovens zählte auch dank seiner Projekte mit dem Globe Unity Orchestra und Cecil Taylor schnell zu den wichtigsten europäischen Improvisationsmusikern.
Jetzt also wird er für seine musikalischen Verdienste und Ideen mit einem Preis ausgezeichnet, den vor ihm solche junggebliebenen Altmeister wie Peter Brötzmann und Eberhard Weber erhalten haben. Und der Rahmen für die Preisverleihung ist dementsprechend stilecht gewählt: Sie findet am 3. November 2019 während des Jazzfest Berlin im Haus der Berliner Festspiele statt.

Reinhard Lemelle



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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