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(c) Beethoven-Haus Bonn

Beethoven-Mosaik

Selfies für den Superstar

Mit einem Bild aus tausenden Bildern möchte die Telekom dem Geburtstagskind Ludwig van Beethoven ein digitales Denkmal setzen.

Beethovens Gesamtwerk gleicht einem Mosaik, zusammengesetzt aus Hauptund Nebenwerken, aus Sinfonien und Klaviersonaten, „Fidelio“ und der „Missa solemnis“, aber auch aus Militärmärschen, Tanzsätzchen und Mandolinenstücken. So unterschiedlich wie das Schaffen des großen Meisters, so unterschiedlich sind die Menschen weltweit, die ihn verehren. Sie auf eine ganze besondere Weise sichtbar zu machen, ist Ziel eines Projekts, das von der Deutschen Telekom zum 250. Komponistengeburtstag initiiert wurde und nun alle Beethoven-Fans zum Mitmachen auffordert. Wie es geht? Ganz einfach: Selfie machen und über die Microsite telekom-beethoven-mosaik.de hochladen. Die Telekom setzt die Fotos anschließend zu einem riesenhaften Bild zusammen, das Beethovens Konterfei zeigt. Zu sehen sein wird das Ergebnis im Mai an „aufmerksamkeitsstarken“ Orten in Beethovens Geburtsstadt Bonn und über die Social-Media-Kanäle der Telekom. So können auch Menschen außerhalb des Rheinlands bei der Geburtstagsfeier dabei – bzw. #DABEI – sein. Ideengeber des Projekts ist der Bonner Lehrer Bernd Martinius, der in seiner Freizeit Fotomosaike für Freunde und Bekannte zusammenstellt. Was im kleinen und privaten Kreis für Furore sorgt, kann das Auge der großen Öffentlichkeit nur entzücken, und so hatte die Telekom die strategie- und kommunikationserfahrene Agentur Serviceplan Hamburg damit beauftragt, das Konzept für ein Beethoven-Mosaik im Supermaßstab zu entwickeln. Als Vorlage dienten Aktionen wie das gigantische Mosaikbild des kurz zuvor verstorbenen Papstes Johannes Paul II., das 2005 anlässlich des Weltjugendtages in Köln zu sehen war, und die ebenfalls überdimensionale „Merkel-Raute“ aus dem Wahlkampfjahr 2013. Um das sage und schreibe 2.400 Quadratmeter große Plakat mit dem Slogan „Deutschlands Zukunft in guten Händen“ zu erstellen, hatten damals über 2.000 Merkel-Unterstützer Einzelfotos von ihren Händen eingesandt – das gleiche Prinzip wie beim Riesen-Beethoven, nur dass hier diesmal die Gesichter gefragt sind. Wie man sich auf seinem Selfie präsentiert, ist dabei ebenso egal wie das Format, in dem man sein Bild hochlädt; png, jpg oder gif: Alles ist möglich. Wer die richtige Pose bisher noch nicht gefunden hat, kann sich mit dem Suchen sogar noch ein bisschen Zeit lassen. Die Aktion läuft noch den gesamten April über – und je mehr Menschen daran teilnehmen, desto eindrucksvoller das digitale Denkmal, das hinterher entsteht. Bei der Deutschen Telekom, die gemeinsam mit der Agentur Serviceplan Hamburg und Plan.Net für die technische Umsetzung verantwortlich ist, freut man sich über das bisher schon gezeigte Interesse der Community. Seit dem Startschuss am 5. März sind bereits jede Menge Fotos hochgeladen worden. Und zwar nicht nur von Beethoven-Freunden aus Deutschland, sondern von Fans aus aller Welt. Man sieht, der alte Ludwig ist 250 Jahre nach seiner Geburt nicht nur so aktuell, sondern auch so digital wie nie zuvor.


Weitere Informationen unter:

1www.telekom-beethoven-mosaik.de


Stephan Schwarz-Peters, RONDO Ausgabe 2 / 2020



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