home

N° 1229
27.11. - 03.12.2021

nächste Aktualisierung
am 04.12.2021



Startseite · Künstler · Gefragt

(c) Beethoven-Haus Bonn

Beethoven-Mosaik

Selfies für den Superstar

Mit einem Bild aus tausenden Bildern möchte die Telekom dem Geburtstagskind Ludwig van Beethoven ein digitales Denkmal setzen.

Beethovens Gesamtwerk gleicht einem Mosaik, zusammengesetzt aus Hauptund Nebenwerken, aus Sinfonien und Klaviersonaten, „Fidelio“ und der „Missa solemnis“, aber auch aus Militärmärschen, Tanzsätzchen und Mandolinenstücken. So unterschiedlich wie das Schaffen des großen Meisters, so unterschiedlich sind die Menschen weltweit, die ihn verehren. Sie auf eine ganze besondere Weise sichtbar zu machen, ist Ziel eines Projekts, das von der Deutschen Telekom zum 250. Komponistengeburtstag initiiert wurde und nun alle Beethoven-Fans zum Mitmachen auffordert. Wie es geht? Ganz einfach: Selfie machen und über die Microsite telekom-beethoven-mosaik.de hochladen. Die Telekom setzt die Fotos anschließend zu einem riesenhaften Bild zusammen, das Beethovens Konterfei zeigt. Zu sehen sein wird das Ergebnis im Mai an „aufmerksamkeitsstarken“ Orten in Beethovens Geburtsstadt Bonn und über die Social-Media-Kanäle der Telekom. So können auch Menschen außerhalb des Rheinlands bei der Geburtstagsfeier dabei – bzw. #DABEI – sein. Ideengeber des Projekts ist der Bonner Lehrer Bernd Martinius, der in seiner Freizeit Fotomosaike für Freunde und Bekannte zusammenstellt. Was im kleinen und privaten Kreis für Furore sorgt, kann das Auge der großen Öffentlichkeit nur entzücken, und so hatte die Telekom die strategie- und kommunikationserfahrene Agentur Serviceplan Hamburg damit beauftragt, das Konzept für ein Beethoven-Mosaik im Supermaßstab zu entwickeln. Als Vorlage dienten Aktionen wie das gigantische Mosaikbild des kurz zuvor verstorbenen Papstes Johannes Paul II., das 2005 anlässlich des Weltjugendtages in Köln zu sehen war, und die ebenfalls überdimensionale „Merkel-Raute“ aus dem Wahlkampfjahr 2013. Um das sage und schreibe 2.400 Quadratmeter große Plakat mit dem Slogan „Deutschlands Zukunft in guten Händen“ zu erstellen, hatten damals über 2.000 Merkel-Unterstützer Einzelfotos von ihren Händen eingesandt – das gleiche Prinzip wie beim Riesen-Beethoven, nur dass hier diesmal die Gesichter gefragt sind. Wie man sich auf seinem Selfie präsentiert, ist dabei ebenso egal wie das Format, in dem man sein Bild hochlädt; png, jpg oder gif: Alles ist möglich. Wer die richtige Pose bisher noch nicht gefunden hat, kann sich mit dem Suchen sogar noch ein bisschen Zeit lassen. Die Aktion läuft noch den gesamten April über – und je mehr Menschen daran teilnehmen, desto eindrucksvoller das digitale Denkmal, das hinterher entsteht. Bei der Deutschen Telekom, die gemeinsam mit der Agentur Serviceplan Hamburg und Plan.Net für die technische Umsetzung verantwortlich ist, freut man sich über das bisher schon gezeigte Interesse der Community. Seit dem Startschuss am 5. März sind bereits jede Menge Fotos hochgeladen worden. Und zwar nicht nur von Beethoven-Freunden aus Deutschland, sondern von Fans aus aller Welt. Man sieht, der alte Ludwig ist 250 Jahre nach seiner Geburt nicht nur so aktuell, sondern auch so digital wie nie zuvor.

Weitere Informationen unter:

www.telekom-beethoven-mosaik.de

Stephan Schwarz-Peters, RONDO Ausgabe 2 / 2020



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Gefragt

Benjamin Alard

Barocker Tastenkosmos

Dieser Musiker verfolgt eine Lebensaufgabe: die Einspielung des Gesamtwerks für Tasteninstrumente […]
zum Artikel

Pasticcio

Klassik gegen Krawall

Beethoven macht aus jedem einen besseren Menschen. Dieser Satz ist natürlich völliger Quatsch. […]
zum Artikel


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Zum Warmwerden: Von Tenören, die gerne auf der Rasierklinge zwischen Kunst und Kommerz reiten, ist es ja bekannt. Das aber auch Instrumentalisten „ihr“ Weihnachtsalbum aufnehmen, hat Seltenheitswert. Zumal, wenn es auch noch so glückt wie im Fall des Harfenisten Xavier de Maistre. Der verbindet gleich mehrere Programmideen. So ist dieses Album nämlich nicht nur Begleitmusik fürs Weihnachtszimmer, sondern auch eine Verneigung vor einem großen Kollegen unter den Konzertharfenisten, […] mehr


Abo

Top