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Im Namen eines prominenten Nachbarn

Gustav Mahler war ja bekanntlich kein gebürtiger Kärntner. Aber immerhin zog es ihn ab 1900 regelmäßig hierhin, an den Wörthersee, wo er in seinem legendären Komponierhäuschen einige seiner epochalen Sinfonien schrieb. Heute ist dieses winzige Domizil ein kleines Mahler-Museum. Und auch in der Landeshauptstadt Klagenfurt erinnert sich man seit 1995 an diesen Wegbereiter der Moderne. Damals richtete man zusammen mit dem Musikforum Viktring-Klagenfurt den Internationalen Gustav Mahler Kompositionspreis aus, um so das Zusammenwirken von improvisierter und notierter Musik auszuloten. Für die 20. Ausgabe des Kompositionspreises, der diesmal für die recht ungewöhnliche Besetzung Violine, Altsaxofon und Klavier ausgeschrieben war, hatten sich knapp 70 Komponisten aus 26 Nationen mit ihren Werken beworben. Und wenngleich natürlich auch in Österreich das musikalische Leben wegen Corona eingeschränkt ist, konnte die Preisverleihung im Klagenfurter Konzerthaus samt Uraufführung der Gewinnerkompositionen stattfinden. So ging der mit 3000 Euro dotierte 1. Preis an den Ungarn Viktor Molnár.

Reinhard Lemelle, RONDO Ausgabe 5 / 2020



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