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Stubenarrest deluxe: Die Junge Deutsche Philharmonie hat Hausaufgaben im Bereich Musikvermittlung ausgelobt. Den Hauptgewinn macht dabei immer – das Publikum © Achim Reissner

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Ideen muss man haben…

Auch in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Der Taktgeber“ darf natürlich die Rubrik „Einsteiger & Aufsteiger“ nicht fehlen. Darin nämlich informiert die Redaktion, wer von den Musikern der Jungen Deutsche Philharmonie den Sprung in eine Festanstellung bei einem namhaften Orchester geschafft hat. Und auch darüber hinaus gibt es nähere Infos über ein extrem anspruchsvolles Programm, mit dem die JDPh unter ihrem Ersten Dirigenten Jonathan Nott eigentlich im März auf Tournee gehen wollte. Dafür hatte man u.a. Bartóks 2. Violinkonzert sowie Strawinskis „Le sacre“ ausgewählt. Doch dieses sich aus Musikstudenten zusammensetzende Top-Jugendorchester musste wie viele Klangkörper einmal mehr alle Pläne und Konzertprojekte coronamaßnahmenbedingt begraben. „Kurz vor Redaktionsschluss ist es meine traurige Aufgabe, als einleitende Worte die nächste Absage einer für das Orchester wichtigen symphonischen Arbeitsphase, der Frühjahrsarbeitsphase 2021, mitteilen zu müssen“, so Carola Reul, Geschäftsführerin der Jungen Deutschen Philharmonie, in ihrem Intro zur „Taktgeber“-Ausgabe Nr. 45.
Aber die Hände in den Schoß gelegt hat man deswegen noch lange nicht. Im Gegenteil. Wie all die ganzen Orchesterkollegen nutzt die JDPh die Online-Möglichkeiten und hat unter dem Titel „Kammer?Musik!“ einen digitalen Wettbewerb ins Leben gerufen. Teilnehmen können alle Orchestermitglieder mit ihren eigenen Kammermusikensembles. Aber statt nun etwa per Livestream sich ganz klassisch mit einem Meisterwerk um einen der ausgelobten Preise zu bewerben, sind die Musiker eingeladen, in einem rund dreiminütigen Video die Lust auf Musik beim Publikum zu wecken. Welche Möglichkeiten kann man da beispielsweise ins Feld führen, um das Interesse für Neue Musik anzuregen? Eine ganz andere Kreativität ist da diesmal bei den Musikern bei solchen Vermittlungsansätzen gefragt. Mit welchen musikalischen und medialen Mitteln sie schlussendlich ihre Ideen umgesetzt haben, kann man sich ab dem 16. April auf www.jdph-kammermusik.de anschauen. Ab diesem Tag werden alle eingereichten Videos gezeigt – das Publikum hat bis zum 25. April die Möglichkeit, per Online-Voting die Sieger zu küren. Einer der Hauptpreise ist übrigens ein Coaching durch eines der teilnehmenden Partner-Orchester, zu denen immerhin die Bamberger Symphoniker, das Ensemble Modern und die Düsseldorfer Symphoniker gehören.

Guido Fischer



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