Startseite · Klartext · Pasticcio

Pasticcio

Meldungen und Meinungen aus der Musikwelt

Herzergreifend

Schon Platon wusste bekanntlich von der heilsamen oder schädlichen Wirkung der Musik auf Geist und Körper. Nun haben Aachener und Mönchengladbacher Herzkatheder-Spezialisten mit ausgetüftelten, psychosomatischen Messverfahren festgestellt, dass ihre Patienten weniger Angst verspüren, wenn sie bei der Untersuchung sogenannte Entspannungsmusik hören – und zwar, wenn sie diese nicht selbst auswählen dürfen: Sie glauben dann, das Gedudel sei Teil der ärztlichen Therapie. Hatte man aber selbst die Wahl – zur Verfügung stand neben dem Akkordkleister auch Klassik, Kuscheljazz und die berühmt-beunruhigende Stille – dann machte »Klassik« das Rennen um den Angstabbau. Da kriegt das Wort von der Musik, die einem ans Herz greift, doch gleich eine ganz handfeste Bedeutung.

Christoph Braun, RONDO Ausgabe 3 / 2009



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Gefragt

Daniel Lozakovich

Durchboxen

Der gerade 17-jährige Geiger greift bei seiner Debüt-Einspielung mit Werken von Bach nach den […]
zum Artikel »

Zugabe

Namen, Nachrichten, Nettigkeiten: Neues von der Hinterbühne

Trotz eines ausgekugelten Knies, das sich die Sopranistin Christiane Karg während einer […]
zum Artikel »




Top