home

N° 1272
24. - 30.09.2022

nächste Aktualisierung
am 01.10.2022



Startseite · Klartext · Pasticcio

Pasticcio

Meldungen und Meinungen aus der Musikwelt

Des Pudels Kern

Schwäbischem Tüftlergeist, schwäbischer Beständigkeit und letztlich auch schwäbischer Sparsamkeit ist es wohl zu verdanken, dass die Max-Reger-Biennale ausgerechnet in einem beschaulichen Örtchen auf der Schwäbischen Alb stattfindet. In der Stadtkirche von Giengen an der Brenz steht nämlich eine Orgel, die durch ihre pneumatische Traktur wie geschaffen ist für die Werke des spätromantischen Meisters. Die mit Luftdruck erzeugte Verbindung zwischen Tasten und Pfeifenwerk, die ein leichtes Ineinandergleiten großgriffiger Akkordfolgen möglich macht, galt überall bald als unzeitgemäß – die Giengener jedoch bewahrten das Jugendstil- Instrument vor der drohenden Elektrifizierung. Die ortsansässige Spielwarenfabrik »Steiff« brachte anlässlich des Festivals Regers Pudel »Melos« als Plüschtier heraus, den der Komponist deshalb so schätzte, weil er »nie dumme Fragen zu meiner Musik gestellt hat«.

Markus Kettner, 03.05.2014, RONDO Ausgabe 5 / 2008



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Gefragt

Mari Kodama

Übertragungsleistung

Die Pianistin hat Transkriptionen der Beethoven-Streichquartette von Saint-Saëns, Mussorgski und […]
zum Artikel

Pasticcio

Meldungen und Meinungen aus der Musikwelt

In solchen Momenten schlägt einem vor Aufregung das Herz bis zum Hals: Beim Stöbern fällt einem […]
zum Artikel


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Eigentlich plante Gustav Holst eine Pianistenkarriere, eine Nervenentzündung im rechten Arm zwang ihn jedoch dazu, sich umzuorientieren. So wandte er sich der Komposition zu und begann ein Kontrapunktstudium in Oxford. Sein Kollege Ralph Vaughan Williams hatte bereits zwei Jahre in London studiert und war anschließend nach Cambridge gegangen. 1895 trafen sich schließlich beide am Londoner Royal College of Music, daraus entstand eine der dauerhaftesten Freundschaften in der britischen […] mehr


Abo

Top