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15. — 21. September 2018

BAM!

BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater findet in diesem Jahr vom 20. bis 23. September statt. Es rückt die freie Musiktheaterszene in den Blick, die neben den drei Berliner Opernhäusern wichtige Impulse gibt in Sachen neues Musiktheater. Bespielt werden 13 ungewöhnliche Orte in Berlin-Mitte, von der Villa Elisabeth und dem Werkhaus Heckmann-Höfe über die Sophiensäle bis hin zum Club der Polnischen Versager. Unterstützt wird das viertägige Festival von zahlreichen Förderern und Stiftungen wie z.B. dem Hauptstadtkulturfonds, der Schering Stiftung und der Jakob Augstein Stiftung.
Mit 14 Uraufführungen, mehr als 30 Aufführungen und zwei Diskussionspanels zeigt BAM! im September eine große Bandbreite von Ensembles, Gruppen und Akteuren, von Formaten, neuen Ideen und Ansätzen. Denn neues Musiktheater ist vor allem eins: vielfältig. Peformance Art trifft auf immersive Formate, Dekonstruktion und Rekomposition begegnen interdisziplinären Projekten. Erleben kann man dabei u.a. das Ensemble Mosaik, glanz&krawall, Hauen und Stechen, gamut inc, Opera Lab Berlin, Katharina Haverich/Christopher Hotti Böhm und das Solistenensemble Kaleidoskop.
Weitere Informationen und das vollständige Programm gibt es auf www.bam-berlin.org
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(Fotos: Glanz&Krawall (c) Ralf Stiebing; Opera Lab (c) Jan Rasmus; Karen Power (c) John Godfrey)


08. — 14. September 2018

„Nordic Pulse“

Orchesterkonzerte im 21. Jahrhundert können viel mehr sein als die immer wieder gleiche Begegnung mit Alten Meistern in einem konventionellen Konzertsetting. Das Baltic Sea Philharmonic, ein Orchester vor allem mit talentierten Nachwuchsmusikern aus zehn nordischen Ländern, revolutioniert die festgefahrenen Konventionen der Programmgestaltung und des Ambientes. Kristjan Järvi, der künstlerische Leiter, beschreibt seinen Klangkörper daher mit: „Das Baltic Sea Philharmonic ist ein lebendes, atmendes Wesen mit grenzenloser Energie und Enthusiasmus für das Neue – ein beispielloses Abenteuer“. Gemeinsam mit seinem Orchester experimentiert er mit Sound- und Lichtdesign, Projektionskunst und Choreografien. Oft werden die Kompositionen – wie 2017 Strawinskis legendärer „Feuervogel“ – auswendig gespielt, um noch mehr Freiheit beim Musizieren zu gewinnen und das Publikum noch unmittelbarer mit Energie und Spielfreude anzustecken.
Sein 10-jähriges Jubiläum feiern das Baltic Sea Philharmonic und Kristjan Järvi demnächst mit einer Tournee durch Europa und bis in die Vereinigten Arabischen Emirate. Mit „Nordic Pulse“ präsentieren die jungen Musikerinnen und Musiker dabei ein vielfältiges Konzerterlebnis mit Werken von Järvi über Gelgotas und Pärt bis hin zur „Rock Symphony“ von Imants Kalniņš. Die Tour beginnt am 17. September beim Merano Musik Festival in Italien, führt über München (18. September, Herkulessaal), Halle/Saale (20. September, Händel Halle) zum Usedomer Musikfestival (Historisch-Technisches Museum Peenemünde, 22. September) und bis nach Polen (24. September, Polska Filharmonia Bałtycka Gdansk). Im November folgen weitere Konzerte in Abu Dhabi und Dubai. Happy Birthday, Baltic Sea Philharmonic!

(Foto: Peter Adamik)


01. — 07. September 2018

Musikmekka München

Anfang September verfällt München jedes Jahr in einen kleinen Musikrausch. Denn dann lockt der ARD Musikwettbewerb nicht nur die besten Nachwuchsmusiker in wechselnden Fächern in die bayerische Landeshauptstadt, sondern mobilisiert auch ein großes und sehr interessiertes Publikum. In den ersten beiden Runden ist der Eintritt frei, die Semifinal- und Finalrunden und die Preisträgerkonzerte finden dann – mit Ticket oder via Live-Stream verfolgbar – im Münchner Herkulessaal und im Prinzregententheater statt. Vor allem im Fach Gesang ist das Interesse des Publikums traditionell enorm, doch auch die Fächer Viola, Trompete und Klaviertrio lohnen für einen Besuch. Jurys mit renommierten Künstlern werden nach jeder Runde entscheiden, wer weiterkommt und für wen die aufreibende Wettbewerbszeit ein Ende hat.
Qualifiziert haben sich in diesem Jahr 257 Musiker aus der ganzen Welt aus 489 Bewerbungen. Am 3. September starten die Wertungsspiele, der Wettbewerb endet mit den drei Preisträgerkonzerten am 19., 20. und 21. September. Für die Gewinner geht es danach intensiv weiter: Mit Konzertengagements, CD-Aufnahmen und einer Einladung zum Festival der ARD-Preisträger bekommen sie wichtige Impulse und Chancen für ihre Karriere. Toi Toi Toi für alle Musikerinnen und Musiker in München!

(Foto: Daniel Delang)


25. — 31. August 2018

Ruhe vor dem Sturm

Noch sind die Türen geschlossen, die Foyers und Säle verwaist. Doch in den Opernhäusern landauf landab wird längst intensiv geprobt, denn die ersten Premieren stehen Anfang September vor der Tür; den Startschuss gibt das Staatstheater Kassel mit der Premiere von Wagners „Rheingold“ am 1. September (Regie: Markus Dietz), dem Auftakt zu einem neuen, über zwei Jahre verteilten „Ring“-Zyklus. Lübeck startet ebenfalls am 1. September mit einer beschwingten ersten Premiere, es gibt die Operette „Ball im Savoy“ von Abraham (Regie: Michael Wallner). Es folgen u.a. Bonn (Ullmann: Der Kaiser von Atlantis, Premiere: 7.9., Regie: Seollyeon Konwitschny), Darmstadt (Monteverdi: L`Orfeo, Premiere: 8.9., Regie: Andreas Bode) und Frankfurt/Main (Eötvös: Tri sestri; Premiere: 9.9.; Regie: Dorothea Kirschbaum). Neben vielen Repertoire-Stücken (Wagner, Verdi, Mozart) darf man sich 2018/19 besonders auf ein paar außergewöhnliche Produktionen freuen: Moritz Eggers „M – eine Stadt sucht ihren Mörder“ an der Komischen Oper Berlin zum Beispiel, Beat Furrers „Violetter Schnee“ an der Berliner Staatsoper und Manfred Trojahns Uraufführung „Was Ihr wollt“ an der Hannoveraner Staatsoper. Außerdem: György Kurtágs „Fin de partie“ in Dortmund, Bruno Madernas „Satyricon“ in Dresden oder auch Olga Neuwirths „Lost Highway“ in Frankfurt/Main.
Schön auch, dass die Opern von Erich Wolfgang Korngold und Franz Schreker derzeit eine kleine Renaissance zu erleben scheinen, u.a. an der Komischen Oper Berlin, an den Theatern Bremen und Wuppertal (jeweils mit Korngolds „Die tote Stadt“) bzw. Schrekers „Der ferne Klang“ an der Oper Frankfurt/Main und seine „Die Gezeichneten“ in Hannover und Zürich. Alle Termine finden sich auch in unserem RONDO-Premierenkalender.

(Foto der Semperoper Dresden: Pixabay)


18. — 24. August 2018

Spätsommermusik

Als eines der letzten großen sommerlichen Musikfestivals startet am 25. August das Musikfest Bremen. Im hohen Norden zelebriert man den Spätsommer und Frühherbst bis 15. September mit großen Künstlern wie Teodor Currentzis und seiner MusicAeterna, Anima Eterna Brugge, Marc-André Hamelin, Christian Gerhaher und vielen anderen. Den Startschuss gibt die „Große Nachtmusik“ rund um den Bremer Marktplatz am 25. August. In 27 Konzerten in drei Zeitschienen werden der illuminierte Marktplatz und die benachbarten Straßen und Plätze zum Klingen gebracht. Danach reiht sich Altes an Zeitgenössisches, Orchestermusik and Kammermusik, Jazz trifft auf Weltmusik. Und das an über 20 Spielstätten in der ganzen Stadt und auch den benachbarten Regionen: ein Festival, das Lust macht auf die neue, nahende Konzertsaison 2018/19.

(c) Nikolai Wolff/Fotoetage


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