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N° 1282
03. - 09.12.2022

nächste Aktualisierung
am 10.12.2022



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Johann Sebastian Bach

Bach Triples (Orchestersuite Nr. 4, Cembalokonzert F-Dur, Brandenburgisches Konzert Nr. 2, Konzerte für drei Violinen und Orchester)

Harmony of Nations, Laurence Cummings

Raumklang RK3007
(75 Min., 8/2010)

Eine reizvolle Zusammenstellung konzertanter Instrumentalmusik aus der Feder des großen alten Bach: Der englische Cembalist Laurence Cummings musizierte mit einem international besetzten Spitzen-Ensemble im Spätsommer 2010 ein Programm aus Werken, deren Concertino jeweils mit drei Solisten bestückt ist. Auf diese Weise gelangte Bachs eigene Bearbeitung des vierten „Brandenburgischen“ zum Cembalo-Konzert ebenso auf diese CD wie die beiden Concerti BWV 1063 und 1064, die eigentlich nur in einer Fassung mit drei Cembali als Soloinstrumente überliefert wurden, hier aber in einer Rekonstruktion als Concerti für drei Violinen und Orchester vertreten sind. Ein Sonderfall ist das wunderbare dritte „Brandenburgische“, in dem die Dreizahl sich in der drei-mal-drei-Besetzung der miteinander konzertierenden Streicher-Chöre widerspiegelt.
Die überwältigende Vielfalt des Bachschen Konzertstils ist das eine, die kompetente Wiedergabe ist das andere: Cummings selbst erfreut als flinker Cembalo-Solist in BWV 1057, wo er bei eher gezügeltem Tempo durch ein hohes Maß an artikulatorischer Präzision glänzt. Als „Organisator“ seiner hervorragenden Orchester-Kräfte – jeder einzelne von ihnen auch ein erfahrener Solist – formt er den Gesamtklang seines Ensembles zu weicher Geschmeidigkeit und warmer, fluider Klanglichkeit ohne größere Ecken und Kanten. Hin und wieder könnte man an der Präzision des Zusammenspiels etwas aussetzen, aber im Großen und Ganzen vermag man sich zu freuen über einen „postmodernen“ Bach-Tonfall, der mit einem in voller Blüte stehenden, von individueller Kompetenz beflügelten historisierenden Interpretationsstil die sinnliche Seite der Musik Bachs dennoch nicht verleugnen muss.

Michael Wersin, 27.01.2018



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