Responsive image
Kurt Atterberg, Dag Wirén, Edward Filflet Braein, Jean Sibelius, Ole Bull, Christian Sinding, Johan Svendsen, Johan Halvorsen, Jan Alm

Nordic Dream (Musik für Streichorchester und Solisten)

LGT Young Soloists, Alexander Gilman

Sony 19075818812
(65 Min., 1/2018)

Da scheint jemand – auch – einen CD-Plan zu haben. Zunächst aber gründete der Geiger und Pädagoge Alexander Gilman mit der offenbar sehr großzügigen Unterstützung einer Privatbank vor fünf Jahren die LGT Young Soloists: Junge Musikerinnen und Musiker im Alter zwischen 12 und 23 Jahren wurden ausgesiebt und zu einem Ensemble von Streichersolisten zusammengeschlossen. Eine weitere Exzellenzmaßnahme also, hochbegabten Könnern auf ihren Instrumenten (die zum Teil als kostbare Leihgaben zur Verfügung gestellt werden) Auftrittsmöglichkeiten und Praxis sowie weitere Vervollkommnung zu bieten. Und ja, auch Aufnahmen bei einem renommierten Label gehören zu diesen Plänen dazu. Nach Scheiben mit italienischen und russischen Themen geht es nun für die kleine, aber feine Truppe nach Skandinavien zum „Nordic Dream“. So soft und harmonisch wie das Cover gibt sich auch das Klangbild für dieses Repertoire, das vornehmlich aus Werken des 19. Jahrhunderts ausgewählt wurde. Da findet sich natürlich Jean Sibelius mit seiner berühmten, gern als Zugabenstück gewährten „Valse triste“, und auch Christian Sindings heitere Serenade gibt es zu genießen. Aber viele der feinfühlig kontrastiv zusammengestellten Werke, etwa von dem Geiger Ole Bull, von Kurt Atterberg aber auch Fast-Zeitgenossen wie Dag Wirén oder Edward Filflet Braein, machen mal emotional angereicherten, mal virtuos grundierten Hörspaß. Der 1955 geborene Jan Alm hat zudem zwei überraschende „Poems“ für Kontrabass, Harfe und Streichorchester beigesteuert. Da träumen wir gern.

Matthias Siehler, 14.04.2018



Diese CD können Sie kaufen bei:



Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Kennen Sie William Sterndale Bennett? Wahrscheinlich nicht. Der Komponist, der Hans Christian Andersen nicht unähnlich sah, war der Sohn eines Organisten. Als Chorknabe bei der King’s College Chappell ausgebildet, studierte er an der Royal Academy of Music – eine durch und durch britische Verwurzelung. Doch seine heimliche Liebe gehört den deutschen Romantikern. So besucht er Deutschland, trifft Felix Mendelssohn Bartholdy, der ihn nach Leipzig und als Solist ins Gewandhaus einlädt. Dort […] mehr »


Top