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Carl Philipp Emanuel Bach

Cello-Konzerte Wq 170 & 172, Sinfonie Wq 173

Jean-Guihen Queyras, Ensemble Resonanz, Riccardo Minasi

harmonia mundi HMM 902331
(53 Min., 6/2017)

Die drei Cellokonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach gehören mit zu den ersten Konzerten für solistisches Violoncello, die in Deutschland komponiert worden sind. Zugleich bilden sie das gewichtigste Repertoire-Scharnier zwischen den italienischen Barockkonzerten und den Cello-Konzerten von Joseph Haydn. Der Anlass für die Komposition sowie die Uraufführungsinterpreten sind zwar weiterhin unbekannt. Doch anzunehmen ist, dass Bach sie für Cello-Virtuosen wie Ignaz Mara oder Carlo Graziani geschrieben hat, die seinerzeit Mitglieder der Preußischen Hofkapelle waren. Zwei dieser drei ausgesprochen schwungvollen, sich in Brillanz, prächtiger Spiellaune und damit spieltechnischen Herausforderungen übertreffenden Konzerte (Wq 170 & 172) hat der kanadisch-französische Meistercellist Jean-Guihen Queyras mit dem Hamburger Ensemble Resonanz aufgenommen. Und wie es sich für diese allerbeste, weil geistvolle Unterhaltungsmusik gehört, vergehen im Grunde keine Sekunde und kein Takt, in denen es nicht hoch hergehen oder – wie in den langsamen Sätzen – kostbar lyrisch zugehen würde. Als Bonus gibt es zudem eine im Jahr 1741 entstandene Sinfonie des Bach-Sohns. Wie das Ensemble Resonanz und der italienische Dirigent Riccardo Minasi schon auf ihren bisherigen Einspielungen ausgewählter Bach-Sinfonien bewiesen haben, liegt ihnen dieses Klangidiom mit all seiner Impulsivität und seinem Ideenreichtum äußerst gut in den Fingern.

Guido Fischer, 05.05.2018



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