Responsive image
Franҫois Couperin

Les nations (1726)

Monica Huggett, Chiara Banchini, Ton Koopman, Jordi Savall u.a.

(110 Min., 5/1983) 2 SACDs CDs

Im Jahre 1983, pünktlich zu Franҫois Couperins 250. Todestag, produzierte ein All-Star-Ensemble unter Leitung und Mitwirkung von Jordi Savall die 1726 erschienene Kammermusik-Sammlung „Les nations“. Mittlerweile ist diese Referenz-Einspielung selbst schon 35 Jahre alt, aber es ist gut, dass ihr jetzt durch die vorliegende Neuveröffentlichung noch einmal der rote Teppich ausgerollt wird: So sehr Couperin mit seiner vierteiligen Sammlung eine Versöhnung zwischen dem französisch-italienischen Musikstil-Zwist anstrebte, so sehr ist diese Einspielung ein generationenübergreifendes Dokument kompetenter historisch informierter Aufführungspraxis. Was Monica Huggett und Chiara Banchini, Stephen Preston, Jordi Savall und Ton Koopman zusammen mit einigen weiteren Mitstreitern seinerzeit zu Wege brachten, genügt bis heute höchsten Anforderungen an Intonationsreinheit, sinnvoller Tempo-Wahl, sprechender Artikulation und überzeugender Beherrschung des alten Instrumentariums. Die vier großen Teile der Sammlung, jeweils eingeführt durch eine mehrteilige „Sonade“, der stets eine Reihe von Suitensätzen folgen, entfalten somit ihren vollen Zauber in dieser großartigen Einspielung, die für das CD-Regal eines jeden Barockmusik-Freundes eine Zier ist.

Michael Wersin, 25.08.2018



Diese CD können Sie kaufen bei:



Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Das Käuzchen ist nicht fortgeflogen! Heißt es in einer der programmatischen Überschriften aus Leoš Janáčeks zehnsätzigem Klavierzyklus „Auf verwachsenem Pfade” („On an Overgrown Path“). In tiefer Trauer über den Tod seiner Tochter Olga schrieb Janáček 1911 diese verrätselten wie kontrastreichen, autobiografisch deutbaren Miniaturen. Der Kauz, an der Oberfläche mit einer scheinbar friedlich anmutenden Choralmelodie in Musik gesetzt – und doch der Unheilsbote. Thomas Adès, […] mehr »


Top