home

N° 1290
28.01. - 03.02.2023

nächste Aktualisierung
am 04.02.2023



Responsive image
Georg Friedrich Händel, Domenico Scarlatti

Suiten, Chaconne G-Dur, Sonaten K 27, 29, 206, 212, 247, 491, 537

Murray Perahia

Sony SK 62785
(68 Min.) 1 CD

Mit Aufnahmen von Händels “großen” Suiten von 1720 auf dem modernen Konzertflügel ist der Katalog noch nicht überreich gesegnet. In den Suiten 3-5 bietet der in New York geborene und in London lebende Pianist Murray Perahia nun sattesten Klavierklang für all jene, die des Cembalo-Gepinxes überdrüssig sind. Perahia gelingt es überaus mühelos, zugleich einen Ausflug in “historische”, romantisierende Aufführungspraxis zu unternehmen und dieser Klangpracht ein motorisches Gegenüber zu schaffen - die Variationen am Schluss der E-Dur-Suite, unter dem Namen “harmonious Blacksmith” bekannt, schnurren fast Gould-haft ihrem Ende entgegen. Aus diesem Nebeneinander ganz verschiedener Klangvorstellungen - als reichte Edwin Fischer Glenn Gould die Hand - ergibt sich eine spielerische Lebendigkeit, wie sie strengere Stilisten nicht erreichen und die Perahia in die folgenden sieben Scarlatti-Sonaten hinüberträgt. Verglichen mit der diskreten Sachlichkeit seiner Mozart- und Beethoven-Aufnahmen gestattet er sich hier eine erwärmend schöne Kür, die sich nicht um Deutungsnormen schert.

Matthias Kornemann, 31.03.1997



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Auf Anregung seines Lehrers Carl Friedrich Zelter schrieb der blutjunge Felix Mendelssohn Bartholdy im Alter von 12 bis 14 Jahren zwölf Streichersinfonien im Zeitraum von 1821 bis 1823. Diese Werke bildeten sein Übungs- und Experimentierterrain für den musikalischen Satz, die Instrumentation und die sinfonische Form. Mendelssohn überschrieb die Stücke, die er mal mit drei und mal mit vier Sätzen gestaltete, wechselweise mit „Sinfonia“ oder „Sonata“. In ihnen fand die […] mehr


Abo

Top