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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



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Herbert Howells

Cello Concerto, An English Mass u.a.

The Choir of King’s College, Britten Sinfonia, Stephen Cleobury, Guy Johnston, Christopher Seaman

LSO live/Note 1 KGS00032
(103 Min., 6, 11 & 12/2018, 1/2019) 2 CDs, SACDs

Herbert Howells (1892-1983) gehört zu den interessantesten englischen Komponisten des 20. Jahrhunderts: Mit einer markanten, unschwer wiedererkennbaren Eigenstilistik bereicherte er sowohl die traditionsreiche englische Kathedralmusik u.a. für die berühmten Knabenchöre als auch das moderne Konzertrepertoire. Howells hat sich nicht von der Dreiklangsharmonik gelöst, fand aber zu einer zeitgemäßen harmonischen Sprache mit eigenwilligen Akkordverbindungen und Wendungen, die auch harte Dissonanz nicht scheut; letztere ist bei ihm ebenso ein starkes Ausdrucksmittel wie auch eine hochexpressive Melodik, die bisweilen durch leidenschaftliche Ausbrüche starke Effekte zeitigt.
All diese Merkmale finden sich sowohl in den geistlichen Kompositionen bzw. den Kirchen-affinen (Orgel-)Werken wie auch in der konzertanten Literatur, die hier durch das eindrucksvolle Cellokonzert aus den 1930er Jahren repräsentiert ist. Die Entstehungsgeschichte des Werks ist eng verbunden mit dem Unfalltod von Howells‘ Sohn Michael – vielleicht nicht zuletzt deshalb blieb das Konzert teilweise Partiturskizze und wurde erst viel später als Ganzes aufführbar gemacht. Guy Johnstons Interpretation mit der Britten Sinfonia unter Christopher Saeman vermittelt einen unter die Haut gehenden Eindruck von diesem Stück, das man gern öfters im Konzertsaal hören würde. Die in ihrer Textgestalt spezielle „English Mass“ ist beim King’s College Choir, einem der kultiviertesten Knabenchöre Englands mit großer Tradition, bestens aufgehoben: Unter der Leitung von Stephen Cleobury bzw. seinem Assistenten Ben Parry bereiten die jungen Sänger dem Werk jenes Klanggewand, das die in ihm angelegte reiche Klangwelt vorzüglich Realität werden lässt.

Michael Wersin, 22.06.2019



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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