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Jean-Franҫois Dandrieu, Arcangelo Corelli

„Opus 1“ (Triosonaten)

Le Consort

Alpha/Note 1 ALP542
(62 Min., 10/2018)

Er war zu Lebzeiten in Paris eine gefeierte Musikerpersönlichkeit und bekleidete sogar an der Chapelle Royale in Versailles einen der begehrtesten Organistenposten. Und auch auf dem Cembalo soll sich Monsieur schon als Wunderkind die Gunst seiner Mentorin Liselotte von der Pfalz erspielt haben. Zwar wurden noch Anfang der 1760er Jahre in Berlin seine Stücke gedruckt, trotzdem gehört Jean-Franҫois Dandrieu heute zu den vielen Unbekannten im dicken Musikgeschichtsbuch. Und selbst in Frankreich, wo die Hege und Pflege des musikalischen Patrimoine ja schon fast zum Staatsauftrag gehört, begegnet man Dandrieus Schaffen immer wieder nur sporadisch.
Nun hat sich das junge Originalklang-Ensemble Le Consort Dandrieus Opus 1 in Form seiner sechs Triosonaten gewidmet und sie mit drei Geschwisterwerken Arcangelo Corellis kombiniert. Mit unter anderem Cembalist Justin Taylor und Geiger Théotime Langlois de Swarte, der jüngstes Mitglied in William Christies Les Arts Florissants ist, setzt sich Le Consort aus vielversprechenden Talenten der französischen Barockmusik-Szene zusammen. Und dass man nicht nur gestalterisch, sondern auch vom Ausdruck her eine makellose Einheit bildet, beweist man durchweg bei diesem gedankenreichen wie unterhaltsamen, französisch-italienischen Triosonaten-Panorama. Zwischendurch gibt es zudem ein weiteres Bonbon, mit einer Fassung von Dandrieus Cembalostück „La Corelli“, die Le Consort mit allerfeinster Anmut ausmusiziert.

Guido Fischer, 10.08.2019



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