home

N° 1229
27.11. - 03.12.2021

nächste Aktualisierung
am 04.12.2021



Carl Maria von Weber

Oberon

Mirko Roschkowski, Dorothea Maria Marx, Marie Seidler, Clemens Kerschenbauer, Garga Peros, Dmitry Egorov, Karola Pavone, Roman Kurtz, Chor des Stadttheaters Gießen, Philharmonisches Orchester Gießen, Michael Hofstetter

Oehms Classics/ Naxos OC984
(111 Min., 12/2016) 2 CDs



Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen

Carl Maria von Weber

Euryanthe

Norman Reinhardt, Jacquelyn Wagner, Andrew Foster-Williams, Stefan Cerny, Theresa Kronthaler, Arnold Schoenberg Chor, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Constantin Trinks

Capriccio/Naxos C5373
(160 Min., 12/2018) 2 CDs



Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen

Auf gerade einmal vier offizielle CD-Aufnahmen bringt es Carl Maria von Webers „Oberon“, die letzte datiert von 2002. Im Fall der nur ein wenig populäreren „Euryanthe“ gibt es lediglich die alte DDR-Koproduktion mit Marek Janowski. Insofern sind gleich zwei Audio-Ergänzungen, natürlich wie heute üblich als Mitschnitte von konzertanten bzw. Bühnenaufführungen, zur mageren Weber-Operndiskografie jenseits des „Freischütz“ durchaus willkommen. Zumal man sich allein hörend besser auf die Musik konzentrieren kann, sich nicht mit der Bewältigung der unausgegorenen Libretti herumschlagen muss, die eine weitere Verbreitung im Repertoire verhinderten. Aus Gießen stammt die jüngste Variation vom bunt die Singstile mischenden Reigen seliger Feengeister nach Wieland, die auch des Komponisten Schwanengesang werden sollte. Michael Hofstetter hat eine neue, dramaturgisch gelungene Textfassung erstellen lassen, auch das Orchester spielt mit vorklassisch kontrastiver Dynamik, dabei hell und durchsichtig. Nur leider sind die lyrischen Sänger – besonders der hybrid heldischen Rollen Hüon und Rezia – ihren Partien nicht gewachsen. Das hat sich allerdings zu gutem Teil auch der hier unpraktisch agierende Weber zuzuschreiben. Zudem klingt hier alles sehr topfig.
Besser liegt dem Vokalpersonal die neue „Euryanthe“ in der Kehle, die bei einer Christof-Loy-Inszenierung im Theater an der Wien festgehalten wurde. Jacquelyn Wagners Sopran durchleuchtet die Titelpartie, die böse Eglatine ist mit Theresa Kronthaler jugendlich geradlinig, ohne Schurkinnen-Furor besetzt. Der Adolar von Norman Reinhardt wackelt bisweilen, doch findet er geschmeidige Linien. Andrew Foster-Williams (Lysiart) hat einen schönen Baritonkern, ein wenig klein klingt der Königsbass Stefan Cerny. Tadellos der Arnold Schoenberg Chor unter Erwin Ortner. Constantin Trinks mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien beweist, dass er nicht nur seinen Wagner kann, sondern auch die frühromantischen Vorläufer.

Matthias Siehler, 05.10.2019




Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Zum Warmwerden: Von Tenören, die gerne auf der Rasierklinge zwischen Kunst und Kommerz reiten, ist es ja bekannt. Das aber auch Instrumentalisten „ihr“ Weihnachtsalbum aufnehmen, hat Seltenheitswert. Zumal, wenn es auch noch so glückt wie im Fall des Harfenisten Xavier de Maistre. Der verbindet gleich mehrere Programmideen. So ist dieses Album nämlich nicht nur Begleitmusik fürs Weihnachtszimmer, sondern auch eine Verneigung vor einem großen Kollegen unter den Konzertharfenisten, […] mehr


Abo

Top