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N° 1281
26.11. - 02.12.2022

nächste Aktualisierung
am 03.12.2022



Ottorino Respighi

Pini di Roma, Fontane di Roma, Antiche danze (3. Suite), Aria for Strings op. 32, Leggenda op. 36, Di sera op. 48

Filarmonica della Scala, Riccardo Chailly

Decca/Universal 002894850415
(73 Min., 5/2019)



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Ottorino Respighi

Pini di Roma, Fontane di Roma, Feste Romane

Sinfonia of London, John Wilson

Chandos/Note 1
(60 Min., 9/2019) SACD



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Ottorino Respighis „Römische Trilogie“ gehört seit Toscanini und de Sabata zu den Lieblingsstücken nicht nur italienischer Dirigenten. Auch Karajan, Bernstein e tutti quanti haben sie aufgenommen. So steht man bass erstaunt vor dem Reichtum und unverminderten Feuer, das Riccardo Chailly den beiden bekannteren Werken des Zyklus noch entlockt. Eine Widmung der Witwe des Komponisten, Elsa Respighi, an den komponierenden Vater, Luciano Chailly, zeigt den biografischen Bezug. Die Filarmonica della Scala liefert weit mehr als eine brave Grußantwort.
Elegante Schlieren, dazu ein duftiges Dunsten, welches Chailly in den „Pini di Roma“ evoziert: entwaffnend! Vom Orchesterklang her nie zu fett, nie zu perfektionistisch oder zu glatt, umschifft Chailly die größten Klippen dieser Werke. Stets behält dies die nötige Tiefendimension, einen schwarzblauen Klang-Untergrund. Es hält Finsternisse bereit, durch welche Chailly die Dignität einer unter Oberflächlichkeitsverdacht stehenden Musik beglaubigt. Bei „Di sera“, „Leggenda“ und der von Salvatorio Di Vittorio besorgten Fassung der Streicher-„Aria“ handelt es sich um echte Raritäten – in keiner besseren Aufnahme vorhanden.
Gegen solch formidable Werte kommt der wackere John Wilson mit seiner Sinfonia of London nicht an. Verdienstvoll auf dem (sonst herzlich verwaisten) Gebiet der britischen Light Classic, wird man dem ernsten Charakter der hier kompletten Trilogie durchaus gerecht. Es läppert und plätschert indes dennoch, vergleicht man es mit der weit dringlicheren Lesart Chaillys. Immerhin, die feuchten Dinger sind anscheinend nicht totzukriegen.

Robert Fraunholzer, 19.09.2020




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