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Georg Friedrich Händel

Sämtliche Violinsonaten

Andrew Manze, Richard Egarr

Harmonia Mundi USA/Helikon Harmonia Mundi 907259
(77 Min., 11/1998) 1 CD

Der schönste Satz der Einspielung stammt vielleicht gar nicht von Händel. Dass ausgerechnet das Adagio der F-Dur-Sonate (Walsh-Verzeichnis op. 1 Nr. 12) so rund, so singend und dabei so sprechend wirkt, liegt aber auch an Andrew Manze, der hier seinen Solopart so einfühlsam, zart, zärtlich und farbenreich geigt, dass sein Spiel die Seele wohl jedes Hörers berühren dürfte.
Auch sonst sind die langsamen Sätze die Juwelen dieser Aufnahme, die sich als Gesamtaufnahme versteht und dabei eben auch etliches einschließt, dessen Authentizität heute mit Grund angezweifelt wird. Da Manze ein Ausdrucks-Musiker ist, der sein Herz in die Finger und vor allem auch in die bogenführende Hand legt, gerät ihm allerdings manches in den schnellen Sätzen allzu kratzbürstig, sprechen nicht alle Töne optimal an und sitzen bei Läufen nicht alle Anfänge und Enden. Doch schmälert das den überaus positiven Gesamteindruck der CD nicht.
Und Richard Egarr am Cembalo (das hier ohne eine zusätzliche Bass-Stütze durch ein Cello auskommen muss) ist ein Musterbeispiel für Begleiter-Mimikry.

Susanne Benda, 04.10.2001



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