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Fritz Kreisler, Wolfgang Amadeus Mozart, Dmitri Schostakowitsch, Stevie Wonder, William C. Handy u. a.

„Pennies from Heaven“ (Zugabenstücke für Streichquartett)

Mandelring Quartett

Audite/Note 1 ADT97786
(66 Min., 6/2020)

In seiner nunmehr knapp 40-jährigen Ensemblegeschichte hat das Mandelring Quartett immer wieder auch dickleibige und langlebige CD-Pakete eingespielt. Darunter gehörten sämtliche Streichquartette von Felix Mendelssohn Bartholdy wie der komplette Schostakowitsch. Im Laufe der Zeit haben sich die Mandelrings aber auch abseits des klassischen Vierer-Kanons noch ein weiteres Repertoire-Standbein zugelegt, das bei vielen ihrer Quartett-Kollegen oftmals wenig fantasievoll ausfällt. Es ist ein buntgemischter Zugabenteil, der von der Klassik über den Jazz und den Blues bis hin zum Pop und der Weltmusik so ziemlich alle Spielarten umfasst. Nun gibt es sowohl manch andere Quartett-Formation als auch namhafteste Solisten, die bei musikalischen Ausflügen etwa ins Tango-Fach nur peinlich, weil pathosschwanger scheitern. Hier aber zeigt das Mandeling Quartett, wie es anders gehen kann. Statt Piazzolla hat man sich lieber mit „Cafetin de Buenos Aires“ eine Hymne von Mariano Mores ausgesucht, die man gefühlvoll, aber nicht gefühlig, ausdrucks- und seelenstark, aber nicht klebrig-kitschig spielt. Zu finden ist dieses Klangpoem auf dem Album „Pennies from Heaven“, für das das Mandelring Quartett seine Lieblingszugaben frisch aufgenommen hat. Der Bogen reicht da vom Wiener Salon-Meister Fritz Kreisler und dem blutjungen Streichquartettkomponisten Mozart über ein zauberhaftes Scherzo des Franzosen Félicien David und die leicht angejazzte „Syncopated Clock“ von Leroy Anderson bis hin zu Stevie Wonders „Sir Duke“ und – als Rausschmeißer – den „St. Louis Blues“ von William C. Handy. Insgesamt 18 solcher Piècen sind auf dem Album „Pennies from Heaven“ vereint. Und aus jeder dieser Miniaturen macht das wunderbar wandlungsfähige Mandelring Quartett einen kleinen Volltreffer.

Guido Fischer, 21.11.2020



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