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N° 1281
26.11. - 02.12.2022

nächste Aktualisierung
am 03.12.2022



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Ludwig van Beethoven

Kammermusik mit Flöte (Sonate op. 30/III, Serenade op. 25, Allegro und Menuett WoO26, Trio Concertante WoO 37)

Emmanuel Pahud, Daniel Barenboim, Daishin Kashimoto, Amihai Grosz, Silvia Careddu, Sophie Dervaux

PLG/Warner 0190295139742
(78 Min., 6/2020)

Mit dem Ende des Zeitalters der Empfindsamkeit und des höfischen Musikantentums sollte es um die allseits beliebte Flöte zwar für lange Zeit still werden. Doch so ganze verstummte sie Ende des 18. Jahrhunderts noch nicht – auch dank Ludwig van Beethoven, der zwischendurch seine musikalischen Visionen mal pausieren ließ, um sich kammermusikalisch am längst überlebten, gefälligen Idiom der Flöte zu versuchen. Am bekanntesten ist seine Serenade für Flöte, Violine und Viola. Darüber hinaus hat Beethoven aber auch noch ein zweisätziges Gelegenheitswerk für zwei Flöten (Allegro und Menuett WoO 26) sowie das Trio Concertante WoO 37 für Klavier, Flöte und Fagott komponiert. All das ist äußerst hübsche, sich keinerlei große Gedanken machende Musik. „Einfach mal zurücklehnen“ lautet denn daher auch die Devise bei dieser Einspielung, mit der der musikalische Allrounder Emmanuel Pahud seinen Beitrag zum Beethoven-Jahr 2020 leisten wollte. Mit dabei waren junge Musikertalente, bewährte Kollegen sowie Daniel Barenboim, mit dem Pahud gleich zu Beginn in der für Flöte und Klavier bearbeiteten Violinsonate op. 30 Nr. 3 zu hören ist. Aber selbst dieses Reifewerk wird nun vom nur rein aparten Ton der Querflöte auf bloße Zweitklassigkeit runtergestutzt. Natürlich spielt Pahud auch das wie erwartet erlesen schön und quellwasserklar. Auf Dauer und bei einer Gesamtspielzeit von immerhin fast 80 Minuten kann jedoch selbst Pahud das Interesse an dieser wenig inspirierten Gute-Stube-Musik nicht hochhalten. Oder um es anders zu sagen: Jede Triosonate von Telemann oder Quantz besitzt mehr Esprit, Leben, Atem.

Guido Fischer, 09.01.2021



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