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Andreas Romberg

Violinkonzerte

Chouchane Siranossian, Capriccio Barockorchester

Alpha/Note 1 ALP452
(77 Min., 4/2018)

Als sich der Dirigent Reinhard Goebel vergangenes Jahr und im Rahmen seiner CD-Reihe „Beethovens Welt“ vor allem den Zeitgenossen des Jubilars widmete, konnte er auch mit so manchem Cellokonzert von Bernhard Romberg überraschen. Das Beethoven-Jahr ist zwar mittlerweile passé. Die Romberg-Entdeckungstour geht aber weiter. Und federführend ist jetzt die Geigerin und ehemalige Goebel-Schülerin Chouchane Siranossian, die mit dem Capriccio Barockorchester drei Violinkonzerte von Andreas Romberg aufgenommen hat. Der im niedersächsischen Vechta geborene Romberg (1767–1821) spielte wie sein Cousin Bernhard in der Bonner Hofkapelle, wo man wohl auch Beethoven kennenlernte. Später dann machte Andreas als Violinvirtuose Karriere. Insgesamt 16 Violinkonzerte hat er hinterlassen. Und auf die jetzt drei ausgewählten trifft durchaus das Wort Louis Spohrs zu, der den Werken Rombergs einmal „kultivierte und wohlüberlegte“ Züge attestierte.
Zwischen 1786 und 1800 sind die Konzerte Nr. 4 C-Dur, Nr. 9 A-Dur und Nr. 12 in g-Moll entstanden. Die Nr. 9 ahnt regelrecht das Schmachtende in den Violinkonzerten Paganinis voraus, ohne sich dabei aber ins spieltechnisch Zirzensische zu verlieren. Und die Schwelle zur Romantik hat das g-Moll-Konzert zwar hinter sich gelassen. Trotzdem ist hier der Geist Mozarts genauso präsent wie der dezente Einfluss Beethovens. Erstaunlich, dass diese Werke bisher nur an den entferntesten Repertoirerändern angesiedelt waren. Mit Chouchane Siranossian und dem gleichfalls auf die historische Aufführungspraxis abonnierten Capriccio Barockorchester hat sich aber jetzt ein Team gefunden, das von nuanciert farbenreich bis ausdrucksintensiv den Komponisten Andreas Romberg mehr als nur ehrenrettet.

Guido Fischer, 06.03.2021



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