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N° 1220
25.09. - 01.10.2021

nächste Aktualisierung
am 02.10.2021



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Carl Philipp Emanuel Bach

Sinfonien Wq 182 & 177

Gli Incogniti, Amandine Beyer

harmonia mundi/HMM 905321
(71 Min., 11/2019)

Egal, für welche Sinfonie von Carl Philipp Emanuel Bach man auch immer den Startknopf drückt – man ist nicht nur auf Anhieb von dieser unbändigen Energie gepackt, die einem da ohne lange Präliminarien entgegenstürmt. Bei Bach jr. bekommt man sogleich gute, ja sehr gute Laune. Denn wie er die Musiker da ständig Haken schlagen lässt, ihnen ein irrwitziges Stop-and-go abverlangt, bis hin zu tollkühnen Sprints, löst beim Zuhören einfach nur Spaß und Staunen aus. Das A und O dabei ist aber, dass wie im Fall des französischen Alte-Musik-Spitzenteams Gli Incogniti die Streicher samt Cembalistin nicht nur über reichlich Kondition verfügen, um auch die Spannung hochzuhalten. Zugleich muss man quasi aus dem Augenwinkel heraus auch all diese kleinen harmonischen, aber wirkungsvollen Gemeinheiten antizipieren, mit denen Bach die schnellen Ecksätze seiner sechs Hamburger Sinfonien Wq. 182 (1773), aber auch der 1759 entstandenen Sinfonie Wq. 177 gespickt hat. Diese insgesamt sieben Sinfonien verkörpern in dieser Aufnahme in Idealform die von Bach maßgeblich geprägte „Sturm und Drang“-Epoche. Zugleich erweisen sich die Musiker, die exquisit von der Ensemblegründerin Amandine Beyer auf diese sinfonischen Abenteuer eingestellt wurden, als immens feinfühlig, um aus den langsamen Sätzen bisweilen eine sanfte Eleganz im schönsten französischen Dialekt sprechen zu lassen.

Guido Fischer, 08.05.2021



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