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N° 1273
01. - 07.10.2022

nächste Aktualisierung
am 08.10.2022



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Wolfgang Amadeus Mozart

Ouvertüre „Le nozze di Figaro“, Violinkonzert Nr. 3, Sinfonie Nr. 41

Le Concert de la Loge, Julien Chauvin

Alpha/Note 1 ALP776
(62 Min., 2/2021)

Drei Mozart-Hits auf einem Album – dafür muss es schon drei sehr gute Gründe geben. Denn auch wenn Mozart eigentlich immer geht und funktioniert, ist man im Fall dieser Werke dank der diskografischen Meilensteine schon ziemlich verwöhnt. Und das sogar, was die klanghistorische Ausbeute angeht, etwa dank Harnoncourt und Minkowski. Trotzdem hat sich jetzt der französische Dirigent und Violinist Julien Chauvin mit seinem Originalklang-Ensemble Le Concert de la Loge getraut und den Bogen von der „Le nozze di Figaro“-Ouvertüre über das 3. Violinkonzert bis hin zur „Jupiter“-Sinfonie geschlagen. Direkt beim „Figaro“ herrscht bereits Orkanstärke. Aus der Kurve fliegen die Musiker bei diesem Höllentempo aber nicht, sondern bewahren bis in die Holzbläserstimmen Stehvermögen und durchhörbare Klasse. Gleiches gilt für die Sinfonie Nr. 41. Wobei hier das Aufbrausende und Rasante bisweilen dann doch allzu sportiv, gehetzt und nicht zuletzt zu kalkuliert daherkommt. Man ist beeindruckt. Aber eben nicht viel mehr. Ganz andere Klangräume kleidet da auch Julien Chauvin als Solist in dem G-Dur-Violinkonzert aus. Wunderbar silbrig schimmert sein Instrument, und bisweilen taucht Chauvin mit seiner Violine poetisch in bratschen-ähnliche Seelenregister ab – um mit Elan und Esprit wieder die Weite und das Himmlische dieser Musik auszukosten. Genau für solche Momente hat sich diese Mozart-Aufnahme allein schon gelohnt.

Guido Fischer, 11.12.2021



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