home

N° 1273
01. - 07.10.2022

nächste Aktualisierung
am 08.10.2022



Responsive image
Giuseppe Verdi

„La traviata“

Lisette Oropesa, Dresdner Philharmonie, Daniel Oren u. a.

Pentatone/Naxos PTC5186956
(134 Min., 3/2021) 2 CDs, SACD

Nicht nur in den USA steht Lisette Oropesa hoch im Kurs. Nach ihrem erfolgreichen Debüt an der New Yorker Met im Jahr 2006 hat sich die Koloratursopranistin längst auch auf europäischen Bühnen einen Namen gemacht. Als Violetta Valéry in Giuseppe Verdis „La traviata“ glänzte die Amerikanerin mit kubanischen Wurzeln unter anderem schon am Royal Opera House in London, in der Arena von Verona und am Gran Teatre del Liceu in Barcelona. In dieser Rolle ist sie jetzt auch in einer neuen Einspielung mit dem Chor der Sächsischen Staatsoper Dresden und der Dresdner Philharmonie unter Leitung von Daniel Oren zu hören. Hauchzart und ein wenig zu blass entfaltet sich die Ouvertüre zum ersten Akt. Ein italienisches Opernorchester wie das der Mailänder Scala bietet bei diesem Repertoire ein größeres Klangfarbenspektrum – ein Eindruck, der sich beim weiteren Zuhören bestätigt. Die innere Dramatik des Werkes kann die Dresdner Philharmonie dennoch überzeugend zum Ausdruck bringen. Der Staatsopernchor ist hier sicherlich eine glückliche Wahl. Oropesas voller, brillanter Stimme zu lauschen, ist ein Hochgenuss. Die anspruchsvolle Arie „Ah, fors’è lui“ und die Cabaletta „Sempre libera degg’io“ trägt sie virtuos und emotional packend vor. Für Gänsehautmomente sorgt auch das Duett „Dammi tu forza“ von Violetta und Alfredo Germont, der von dem Tenor René Barbera verkörpert wird. In dem schmerzvollen Abschiedsgesang „Addio del passato“ zeigt sich Oropesa noch einmal ganz auf der Höhe ihrer Darstellungskunst. Als Giorgio Germont tritt der Bariton Lester Lynch auf, in der Rolle der Annina die Sopranistin Menna Cazel. Auch wenn „La traviata“ zu den meistgespielten Opern gehört, kann einen diese Aufnahme aufs Neue fesseln.

Corina Kolbe, 25.06.2022



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Für sein aktuelles Album hat der Trompeter Matthias Höfs ein Werk ausgegraben, das als das einzige ernstzunehmende romantische Trompetenkonzert des 19. Jahrhunderts gilt. Es stammt aus der Feder des deutsch-russischen Komponisten Oscar Böhme. Der 1870 bei Dresden geborene Komponist studierte in Deutschland und Ungarn und emigrierte anschließend nach Russland und nahm die russische Staatsangehörigkeit an. Trotz seiner Bemühungen um eine perfekte Integration in die russische Gesellschaft […] mehr


Abo

Top