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Joseph Haydn, Antonín Dvořák

Cellokonzerte

Emanuel Feuermann, Sinfonieorchester, Malcolm Sargent, Staatskapelle Berlin, Michael Taube

Naxos Historical 8.110908
(71 Min., 4/1929, 9/1929 (Dvořák), 11/1935 (Haydn)) 1 CD

Nicht einmal vierzig Jahre wurde der Cellist Emanuel Feuermann alt, 1902 geboren in Galizien, der Heimat so vieler großer Geister. Von 1929-34 war er Professor an der Hochschule der Künste in Berlin, und deren Lehrkörper hatte um diese Zeit nicht seinesgleichen in der Welt. Schönberg war da und Hindemith. Aus der Berliner Zeit auch stammt eine geradezu ekstatische Aufnahme des Dvořák -Konzertes, 1929 mit dem Orchester der Staatsoper eingespielt. Es ist hinreißend, was der Cellist da an forscher, drängender Angriffslust in den Solopart legt, ohne dem Werk jenen sehnsüchtigen Zauber zu nehmen, der von seiner Entstehungszeit während der Rückkehr Dvořáks aus dem amerikanischen Mittelwesten nach Böhmen kündet.
Als Feuermann 1935 in London das Haydn-Konzert unter Malcolm Sargent aufnahm, war er schon auf dem Sprung nach Amerika. Dort entstanden noch drei herrliche Klaviertrioaufnahmen mit Rubinstein und Heifetz. Sie sind vielleicht die bekanntesten Hinterlassenschaften eines Musikers von geradezu selbstverzehrender Intensität, der auch dem D-Dur-Konzert Haydns mit soviel fiebriger Spannung auflud, die noch der letzten Auszierung die Belanglosigkeit untersagte.

Matthias Kornemann, 01.06.2000



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