Responsive image
Joseph Haydn

Streichquartette Hob. III Nr. 39, 81, 82, Serenade Op. 3 Nr. 5

Alban Berg Quartett

EMI 557 474-2
(72 Min., 6/1993, 6/1994) 1 CD

Zwei Aufnahmen mittlerweile älteren Datums enthält diese CD, davon ist die erste vom Quartett C-Dur Hob. III Nr. 39, das so genannte Vogelquartett, eine Live-Einspielung. Die anderen beiden stammen aus Haydns Opus 33 und sind - ohne zu viel Hall - in einer Schweizer Kirche aufgenommen.
Das Alban Berg Quartett, sicher zurzeit eine der weltbesten Formationen des Quartettspiels, ist sowohl live wie "geschnitten" gleichermaßen überzeugend. Kaum kann man Unterschiede in der Spielart zwischen beiden Aufnahmen feststellen, wenn man einmal von anderer Akustik und den üblichen Nebengeräuschen des Publikums absieht. Der Ton ist durchweg schlank und hell, von einer Leichtigkeit und Impulsivität, die den Werken sehr viel Lebendigkeit und Präsenz verleiht. Sehr schön werden hier zum Beispiel die stimmungsvollen Kontraste zwischen Hell und Dunkel im ersten Satz (Allegro moderato) des Quartetts in F-Dur Hob. III Nr. 82 ausgeführt, ein fast barockes "chiaroscuro".
Quasi als Zugabe gibt es noch die recht bekannte Serenade (Andante cantabile), einst im Opus 3 unter Haydns Namen 1777 in Paris veröffentlicht, von einigen Wissenschaftlern aber Roman Hofstetter zugeschrieben. Nichtsdestoweniger ein anmutig-galantes Werk, das diese empfehlenswerte CD angenehm abrundet.

Michael Wersin, 23.08.2003



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Es liegt etwas Flirrendes, Sommerliches, ungemein Modernes in der französischen Musik zwischen 1900 und dem Erstem Weltkrieg, ein Aufbruch, der erst recht vollzogen werden konnte, als sich ein paar Komponisten gegen die Übermacht der Tonsprache Richard Wagners zu stemmen begannen. Doch was könnte man einer so perfekt ausgearbeiteten, fließenden Romantik entgegenstellen? Diese Frage führte Claude Debussy und Maurice Ravel dazu, sich im spielerischen Umgang mit der Vergangenheit neue […] mehr »


Top