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Johann Sebastian Bach

Cembalokonzerte BWV 1052, 1054, 1057, Tripelkonzert BWV 1044

Concerto Italiano, Rinaldo Alessandrini

Opus 111/Helikon OPS 30-153
(71 Min.) 1 CD

Unter dem Ensemblenamen Concerto Italiano hat der Dirigent und Cembalist Rinaldo Alessandrini bislang vor allem einige vielbeachtete Aufnahmen mit Vokalmusik des frühen 17. Jahrhunderts herausgebracht. Nun hat er die erste Folge einer Serie von Einspielungen mit Cembalokonzerten Johann Sebastian Bachs veröffentlicht.
Was mit seinen Vokalisten so Eindruck machte - der lebendige Einsatz, der etwa deren Monteverdi-Interpretationen auszeichnete -, war mit Orchestermusik wohl nicht zu wiederholen. Die Aufnahmen der Konzerte d-Moll, F-Dur, D-Dur und des Tripelkonzerts a-Moll für Flöte, Violine und Cembalo zeichnet zwar allesamt eine griffige und vorwärtstreibende Kraft aus, doch dieser impulsive Zugang verhindert auch allzu häufig ein wirkliches Formen der musikalischen Aussage, besonders in den raschen Ecksätzen. Unerbittlich weist das strenge Metrum den Weg und lä^sst die Musik vielfach seltsam starr und eingeengt erscheinen. Nur wenige Male erlaubt Alessandrini sich und seinem Ensemble ein unerwartetes Nachgeben, doch wirklich schlüssig wirkt das in diesem Umfeld dann allerdings kaum. Hier scheint die historische Aufführungspraxis bislang nur hinsichtlich der Verwendung alter Instrumente Eingang gefunden zu haben.

Thomas Bopp, 01.12.1999



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