Responsive image
Zoltán Kodály, Georg Friedrich Händel, Maurice Ravel, Hanns Eisler

Werke für Cello und Geige

Arkadij Sewidow, Jan Vogler, Mira Wang

Berlin Classics/Edel 17032BC
(59 Min., 4/1999) 1 CD

Der Titel eines der weniger bekannten Shakespeare-Stücke, "Love’s Labour Lost“, auf Deutsch etwa: Die Arbeit der Liebe verloren, wird mit dieser Aufnahme glorios ins Gegenteil verkehrt: Wenn die chinesische Geigerin Mira Wang und der deutsche Cellist Jan Vogler - wie’s die Fotos im Beiheft suggerieren - nicht wirklich ein Paar sind, im erotischen Sinne (beide leben in New York), dann sind sie’s wenigstens auf dieser CD.
Diese Emphase, dieser Gleichklang trotz Verschiedenheit, dieses gemeinsame Wesen, das sich genau so bei einer Händel-Passacaglia (arrangiert von Johan Halvorsen) wunderbar vertragen kann wie bei Kodálys Duo op. 7 bisweilen krachen, und schon erst bei Ravels Sonate für Geige und Cello - das so vital vom Leben selbst erzählen kann, so wunderbar aufeinander eingehen, sich gegenseitig ergänzen und den natürlich jeweils eigenen Charakter dabei nicht verliert: So wünscht man sich wahrlich ein Duo, auch wenn das Cover nur eine Art Pop-Crossover suggeriert. Was immer das für eine Brücke sein mag, die da zu sehen ist, die Aufnahme dieser Duette für Geige und Cello schlagen eine viel virtuosere andere Brücke. Die zwischen den Zeiten und den Menschen.

Thomas Rübenacker, 31.01.2000



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Es generierte durchaus Schlagzeilen, als der Musikwissenschaftler Timo Juoko Herrmann vor gut vier Jahren eine bisher unentdeckte, womöglich gemeinschaftlich entstandene Komposition von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Salieri und einem gewissen Cornetti im Prager Nationalmuseum wiederentdeckte – es handelte sich um die Kantate zur Genesung der Sängerin Nancy Storace „Per la ricuperata salute di Ofelia“ KV 477a auf ein Libretto von Lorenzo da Ponte. Dass sie ausgerechnet Timo Juoko […] mehr »


Top