Responsive image

Feeling Good

Randy Crawford, Joe Sample

Emarcy/Universal 06025 1701163-2
(54 Min.)

Haben uns all die nordischen Sirenengesänge tatsächlich erfolgreich die Scham wieder eingetrieben, die unsere Altvorderen bei deftigerem Rhythm and Blues aus schwarzen weiblichen Kehlen einen Haut Gout des Ordinären verspüren ließ? Da kommt dieses Album der Sängerin Randy Crawford und der Funk- und Souljazz-Legende Joe Sample gerade recht. Als Pianist, Keyboarder und Arrangeur der Jazz Crusaders, später kurz Crusaders, war er Garant eines ebenso groovy packenden wie geschmackvollen Funk-Jazz. Mit Randy Crawford als Gastsängerin und dem Song "Street Life" stürmten die Crusaders vor fast 30 Jahren die internationalen Charts. Jetzt haben sich die Crawford und Joe Sample erneut zusammengetan um im intimen Trioformat und dann wieder vor dezent agierender erweiterter Besetzung Klassiker des eher funkigen Jazzstandard-Repertoires einzuspielen. Der Bassist Christian McBride und die Schlagzeugerlegende Steve Gadd wirken dabei als Gäste tatkräftig mit, und Joe Sample ist endlich wieder einmal ausführlich am akustischen Instrument zu hören. Die Musik swingt und groovt mit bluesigen Gitarreneinwürfen und gelegentlichen Backgroundvocals gewaltig, ist geschmacksichere Chill-out-Unterhaltung, schämt sich keineswegs ihrer schwarzen Wurzeln - und nirgendwo kommt das eingangs beschriebene Schamgefühl auf.

Thomas Fitterling, 25.08.2006



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

God Save the King, Rule Brittania, Tochter Zion. Was findet man nicht alles im Beethovenschen Œuvre, genauer gesagt unter den Variationswerken, wenn man nur ein bisschen in dem gräbt, was üblicherweise nicht zur Aufführung gebracht wird. Und so ist diese Gesamteinspielung der Werke Ludwig van Beethovens für Violoncello und Klavier von Nicolas Altstaedt und Alexander Lonquich zuallererst repertoiretechnisch interessant. Zumal sie die gesamte stilistische Bandbreite im Schaffen Beethovens […] mehr »


Top